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Geithain DRK-Werkstätten stimmen auf Frühling ein
Region Geithain DRK-Werkstätten stimmen auf Frühling ein
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15:13 28.03.2010
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Geithain

zu jenen, die den Nachmittag zu einem Rundgang durch die einzelnen Werkstätten nutzten, gehörte Klaus-Jürgen Linke, der erste Beigeordnete des Landkreises Leipzig. „Mir gefällt, was hier gemacht wird. Ich habe schon allerhand Blumen gekauft“, sagte Helga Hackelsperger. Am Keramikstand hielt die Prießnitzerin, deren Tochter in der Geithainer Werkstatt arbeitet, Ausschau nach schmückenden Assessoires. Siegfried Bebermeier ließ sich von Martin Geißler Töpfe mit Stiefmüttern in eine Palette setzen. „Sehr gute Ware, günstige Preise“, lobte der Mann aus Tautenhain: „Schade, dass die Hornveilchen schon alle sind.“ Was nicht verwundern konnte, denn schon seit dem Wochenende vorher bot die Einrichtung Farbenprächtiges für Garten und Balkon an. „Wir kaufen die kleinen Pflanzen im Herbst und pflegen sie, bis sie das richtige Verkaufsmaß haben“, erklärte Konrad Beyer, der als Produktionsvorbereiter diesen Bereich betreut. „Ich halte mit diesen Samstag immer frei, um nach Geithain zu kommen“, sagte die Seelitzerin Janet Mehner. Hier erhalte sie eine Menge Anregungen für Osterbasteleien und Geschenke. Der sechsjährige Jan aus Oberhausen griff selbst zu Pinsel und Acrylfarben, um einen der in der Töpferei produzierten Keramik-Rohlinge zu gestalten: „Ich hab mir einen Hasen aus gesucht.“ Susann Krutenat, die den Stand betreute, hatte alle Hände voll zu tun: „Hier ist immer etwas los.“ Das freute Kerstin und Holger Mätzold aus Buchheim, die die Arbeit, die in der Behindertenwerkstatt geleistet wird, sehr hoch schätzen. Ihr Sohn Sven findet beim Holzbau eine Tätigkeit und Anerkennung. „Wohl dem, dass es so eine Einrichtung gibt“, sagte sein Vater. Dass die Familie Kräuter und Blumen für den Garten kaufte, war für sie deshalb mehr als eine Geste der Unterstützung. Mehrere hundert Besucher machten sich vorgestern nicht nur ein Bild von dem, was die 252 behinderten Mitarbeiter unter Anleitung ihrer 70 Betreuer schaffen. Auf Rundgängen durch Holz- und Metallwerkstatt, Töpferei und Elektrowerkstatt bekamen sie auch einen Eindruck, wie sie das tun. „Denn geleistet wird hier viel“, sagte Hans-Joachim Neuenfeld, der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Geithain. Er und Werkstatt-Chef Gerald Strigan führten unter anderem den Beigeordneten Klaus-Jürgen Linke durch den ausgedehnten Komplex. Dem ist die Einrichtung noch aus seiner Zeit als Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes im Muldentalkreis ein Begriff. Anerkennung für das, was der größte Arbeitgeber Geithains hier leistet, auch von seiner Seite. Der Zuspruch vorgestern Nachmittag war für Strigan eine Bestätigung des Bemühens, „der Bevölkerung zu zeigen, was hier bei uns passiert und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen“.

Ekkehard Schulreich

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