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Dachdecker Herfurth hat viel zu tun: Haus ist für viele Vorsorge fürs Alter

Dachdecker Herfurth hat viel zu tun: Haus ist für viele Vorsorge fürs Alter

Hoch hinaus geht es für Herfurths seit 85 Jahren: Das liegt in der Natur des Betriebes, den Dachdeckermeister Willy Herfurth 1928 in Bad Lausick gründete. Ansonsten gilt für Großvater, Vater, Enkel und die schon auf dem Dach stehende vierte Generation: bodenständig bleiben.

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Die Nachfolge ist im Familienbetrieb geklärt: Peter Herfurth (links) steht mit Schwiegersohn David Aurich auf dem Dach.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick. Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass Werner Herfurth die Dachdecker-Meisterprüfung ablegte, im Sommer 1963 nämlich. Zwar hat der inzwischen 83-Jährige längst die Verantwortung für den Handwerksbetrieb an seinen Sohn Peter weitergegeben. Doch interessiert an dem, was geschieht, ist er noch immer. Was den Sohn nicht verwundert: "Wir sind ein klassisches Familienunternehmen, absolut." 1928 hatte Willy Herfurth am Rand der Bad Lausicker Innenstadt die Hälfte einer Scheune angemietet und als Ein-Mann-Betrieb begonnen, Dächer zu reparieren. Privat geblieben ist das Unternehmen allen gesellschaftlichen Umbrüchen zum Trotz. 1970, als Werner Herfurth die Regie übernahm, "da wurden ihm Knüppel zwischen die Beine geworfen", erinnert sich Sohn Peter. Trotzdem widerstand der der Vereinnahmung durch die PGH, die Produktionsgenossenschaft des Handwerks. Peter Herfurth übernahm dem Betrieb dann 1996 in einem unvergleichlich wirtschaftsfreundlicheren Umfeld.

 

 

Vor allem für die Privatkundschaft arbeitet der Betrieb, der eine Stammbelegschaft von acht bis zehn Köpfen hat. "Vergangenes Jahr haben wir gearbeitet wie die Bienen. Und auch 2013 lässt sich nicht schlecht an", sagt Peter Herfurth. Für zwei, drei Monate im Voraus seit vor allem während der Bau-Saison Arbeit da. "Ihr Haus betrachten viele als Altersvorsorge. Deshalb investieren sie. Zudem sind die Kredite günstig", sagt er. Kaum zu tun hat der Betrieb für die öffentliche Hand. Nicht nur, weil letztlich ein Cent Differenz entscheidet, wer den Zuschlag bekommt. Oft kämen die Ausschreibungen zu kurz, seien die Auftragsbücher in der Zwischenzeit gefüllt.

 

 

Die Dachflächen, die allein Peter Herfurth mit seinen Männern gebaut hat, geht in die Zehntausende Quadratmeter: "Sämtliche Dächer des Betonwerks, ob in Bad Lausick, in Thierbach oder in der Sandgrube." Große Lagerhallen. Zahlreiche Eigenheime. Wohn- und Geschäftshäuser, zum Teil bei laufendem Betrieb. Nicht zu vergessen: Vor zehn Jahren brachten sie die eigene Firma in einem Neubau endlich unter Dach und Fach. Inzwischen arbeiten Herfurths auch als Dienstleister für sieben Wohnungsunternehmen in Städten des Leipziger Südraums. Dächer, Dachstühle, Dämmungen, Fassaden, Gerüstbau - alles aus einer Hand.

 

 

"Im Grunde haben alle bei uns erst einen anderen Beruf erlernt und später auch Dachdecker umgesattelt", sagt Peter Herfurth, der Kranschlosser wird, dann aber doch willens ist, die familiäre Handwerkstradition fortzusetzen. Zwar ist er erst 52, doch die Nachfolge ist langfristig geklärt: David Aurig, der Schwiegersohn, hat nach der Modellbauer-Lehre bei Herfurths Dachdecker gelernt, 2011 seine Meisterprüfung abgelegt. Der 30-Jährige, Lehrgangsbester bei der Meisterausbildung, brennt für diesen Beruf: "Dass man etwas schaffen kann, ist schön zu sehen. Dass man mit Menschen zu tun hat, an der frischen Luft ist." Dass in einem Familienbetrieb die Frauen nicht abseits stehen, versteht sich: Margit Herfurth kümmert sich um Buchhaltung und Büro und wird von Tochter Romy, einer diplomierten Betriebswirtin, gerne unterstützt.

 

 

Um die Zukunft des Unternehmens ist es Peter Herfurth keinesfalls bang. "Was Besseres als David konnte uns nicht passieren." Und auch sonst legt er Wert auf die Qualifizierung beruflichen Nachwuchses. Benjamin Schirmer aus Geithain, der aktuelle Dachdecker-Lehrling, lege ich ordentlich ins Zeug, holte den ersten Platz beim Berufsleistungsvergleich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.03.2013

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