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Geithain Dachreiter auf Schloß Prießnitz trägt jetzt goldene Kugel
Region Geithain Dachreiter auf Schloß Prießnitz trägt jetzt goldene Kugel
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16:54 04.05.2017
Das Prießnitzer Schloss trägt jetzt eine Kugel: Dachdeckermeister Günter Keller aus Großbothen, Stefan Jungnitz von der Stadtverwaltung Frohburg, Andreas Mäder, Vorsitzender des Heimatvereins Prießnitz/Trebishain, Thomas Müller von der Metalldrückerei Müller Wurzen und Thomas Schubach Ingenieurbüro Schubach Großpösna (von links) in luftiger Höhe.
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Frohburg/Prießnitz

Eine vergoldete Kugel schmückt den Dachreiter des Prießnitzer Schlosses, der – von Grund auf erneuert – am Donnerstag in luftiger Höhe wieder auf das Dach kam. Sie ist weithin sichtbares Zeichen dafür, dass nach der Sanierung des Rittergutes auch die des benachbarten Schlosskomplexes Fahrt aufnimmt. „Eigentlich ist es ein Kuriosum, denn der kleine Turm hatte nie eine Kugel“, sagt Stefan Jungnitz vom Bauamt der Stadt Frohburg. Das Türmchen sei erst im Zuge des Umbaus 1920 durch den Fabrikanten Vogel auf das Dach gekommen und habe lediglich eine Fahnen-Halterung besessen. In Abstimmung mit der Denkmalpflege habe man aber entschieden, jetzt diese Bekrönung aufzusetzen. Am Heimatverein Prießnitz/Trebishain war es, die Kartusche im Inneren der Kugel mit Dokumenten für die Nachwelt zu versehen, unter anderem mit Bauzeichnungen, Münzen und Zeitungen.

Ob das Türmchen überhaupt auf das Schlossdach zurück kehren würde, war vor Sanierungsbeginn unter den Fachleuten umstritten. Bekannt war dessen schlechter Zustand, so Jungnitz: „Lediglich ein einziger Balken konnte wiederverwendet werden.“ Auf 150 000 Euro summierten sich die Kosten für den faktischen Neubau des Turms. Auf ihn als einen vor nicht einmal einem Jahrhundert hinzugefügten Schmuck zu verzichten, hatten die Prießnitzer in einer Befragung abgelehnt. Der Dachstuhl des Schlosses sei jetzt zu 95 Prozent saniert. Sei der Reiter verschiefert und verblecht, beginne die Eindeckung des großen Daches – anstelle des dunklen Kunstschiefers mit Biberschwänzen, so Jungnitz. Der Start hänge ab von der zusätzlich beantragten Erneuerung der beiden Ziergiebel. Nach Fertigstellung des Daches im Sommer gehe es an den Einbau eines zweiten Treppenhauses im Schloss. Das ist unverzichtbar für die Nutzung als Museumsdepot und als Rettungsweg.

Das Schloss bleibt für die Stadt Frohburg bis ins nächste Jahrzehnt eine Großbaustelle. Dabei kann sich die Kommune, die selbst erhebliche Eigenmittel einsetzt, auf Förderprogramme wie KSP stützen.

Von Ekkehard Schulreich

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