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Dachsanierung schluckt das meiste Geld

Dachsanierung schluckt das meiste Geld

Für die Sanierung kommunaler Wohnungen sieht Geithains Etat jährlich 55 000 Euro vor. Wo das Geld in diesem Jahr investiert wird, das hat der Technische Ausschuss am Dienstag mehrheitlich beschlossen.

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Für den Wohnblock Goethestraße 1 bis 5 hat der Technische Ausschuss nun die Dachsanierung beschlossen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Kritikpunkt der UWG: Nur ein Teil der Summe fließt unmittelbar in Wohnungen, der Großteil in Dachinstandsetzung und eine Kläranlage.

 

 

Mehrheitlich hat der Ausschuss den Vorschlag der Verwaltung angenommen. Größter Posten mit 35 000 Euro ist die Dachinstandsetzung des Wohnblockes Goethestraße 1 bis 5 in Geithain-West. Die Verwaltung schätzt die Gesamtkosten auf rund 76 000 Euro. Die Sanierung wird nun möglich, weil 41 000 Euro aus dem Vorjahr bereits zur Verfügung stehen.

 

 

Bis Jahresende muss die Kommune die vollbiologische Kläranlage des Wohnhauses Tautenhainer Straße 13a auf den Stand der Technik bringen. 16 Mieter leben in den fünf Wohnungen. Für die Ertüchtigung der Anlage sind 8300 Euro eingeplant. Die restlichen 11 700 Euro sind für die Sanierung dreier Wohnungen in der Louis-Petermann-Straße (Altneubaugebiet) beziehungsweise der Goethestraße (Geithain-West) vorgesehen, für die es entweder neue Mieter oder Nachfragen gibt.

 

 

Diese fünf Vorhaben seien wenig, doch es wäre ein Schritt in die richtige Richtung, erklärte Falk Wieczorek (FDP), der die Sitzung als ehrenamtlicher stellvertretender Bürgermeister leitete. Bauchefin Kerstin Jesierski erläuterte, das Rathaus habe sich im Vorfeld mit den Wohnungsverwaltern abgestimmt. In diesem Jahr sei eine größere Streuung gewählt worden.

 

 

Gunter Neuhaus (UWG) kündigte an, der Vorlage nicht zuzustimmen. Zwar sei es immer schön, wenn in städtisches Eigentum investiert werde, doch für eine Klärgrube und ein Dach seien andere Mittel einzusetzen. "Die 55 000 Euro waren für Wohnungen gedacht - damit man gern oder wieder dort wohnt", betonte der Stadtrat. Sein Fraktionskollege Frank Rudolph (UWG) erklärte: "Für die Wohnungen selbst ist es zu wenig, was getan wird." Zum wiederholten Male verwies er auf den besorgniserregenden Zustand elektrischer Anlagen in städtischen Wohnungen.

 

 

Die durch Stadtratsbeschluss festgeschriebene Summe von jährlich 55 000 Euro für die Instandsetzung kommunaler Wohnungen wird stets nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Was alles zu tun wäre, listet die Prioritätenlisten für die Sanierung von kommunalen Straßen und Gebäuden auf, die das Rathaus dem Stadtrat vor einem Jahr vorgelegt hat.

 

 

Festgehalten darin ist der große Sanierungsrückstau im Wohngebiet Geithain-West. Beschlossen ist, wie berichtet, der Rückbau des Wohnblockes Lessingstraße 25 bis 28, verkauft wird die Goethestraße 14 bis 18. Auch ohne diese beiden Objekte bleiben fünf kommunale Wohnblöcke verschiedener Größe, an denen jede Menge zu tun ist. Am dringlichsten ist eine Sanierung der Dachhaut und der elektrischen Anlagen. Mittelfristig ist eine Sanierung der Bäder in den Wohnungen notwendig und langfristig macht sich eine Reinigung und Sanierung der Fassaden erforderlich.

Sinnvoll wäre aber auch, in kommunale Wohnungen in der Dresdener Straße sowie im Altneubaugebiet zu investieren. Sanierungsrückstau herrscht hier durchgehend in allen Wohnungen insbesondere im Sanitärbereich sowie bei der Elektrik. Eine umfangreiche Sanierung ist auch erforderlich im Gebäude Dresdener Straße 27b, hier gibt es sieben kommunale Wohnungen, im Keller- und Erdgeschoss ist die Freiwillige Feuerwehr untergebracht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.05.2014
Inge Engelhardt

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