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Geithain Das Osterland reicht bis Niedergräfenhain
Region Geithain Das Osterland reicht bis Niedergräfenhain
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14:49 22.04.2011
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Niedergräfenhain

Denn was Regina und Frank Voigt in diesem Geithainer Ortsteil rund um ihr schmuckes Häuschen aufbauten, dürfte im Umkreis seinesgleichen suchen.

Zäune und Vorgärten des Hauses Nr. 58 sind inzwischen mit insgesamt 915 Eiern - allesamt liebevoll von der 47-Jährigen in Handarbeit bemalt - gestaltet. Ein kleiner Schuppen bietet zudem Platz für eine Hasenschule mit lebensgroßen Figuren und entsprechenden Klassenzimmergegenständen. Vis-a-vis in einer Vorgartenecke genießt ein anderer Hase am Gartentisch die Sonne...

Auch anno 2011 bietet die Familie den zahlreichen kleinen und großen Stammgästen, die sich in der Osterzeit am Anblick erfreuen, etwas Neues: Ein Straußenpärchen - aus einem Drahtgestell und mehreren Schichten gerissenem Zeitungspapier entstanden, mit Tapetenleim beklebt und danach mit Lackfarbe besprüht - mit einem gerade aus dem Ei geschlüpften Jungen. „Bisher haben wir in jedem Jahr mit etwas Neuem aufgewartet. Meist heckt mein Mann die Ideen aus, was wir noch machen könnten. Im vorigen Jahr war es eine große Krone im Eingangsbereich unseres Grundstücks, nun das Straußenensemble", beschreibt es die Niedergräfenhainerin, die als Erzieherin in einer Schule für geistig Behinderte in Borna arbeitet.

Ihr Mann Frank war es auch, der sie vor nunmehr 14 Jahren dazu animierte, sich mal an solch einem Schmuck zu versuchen, wie die Familie im Jahr zuvor bei einem Urlaub nahe Rothenburg gesehen hatte. Er bereitete die Gestelle vor, um zwei Bäume und zwei Kronen derart verzieren zu können. Und seine Frau machte sich an die Arbeit, bemalte Eier mit Acrylfarben, die dann mit Lack überzogen wurden. „Das wurde von Jahr zu Jahr mehr. Mein Mann machte immer mehr Gestelle, sagte mir, wieviel weitere Eier benötigt würden. Und los ging‘s", schmunzelt die Frau, die längst nicht nur dieses Hobby hat, sondern auch im Kirchenchor des Ortsteils singt, mehrere Instrumente spielt, Handarbeiten liebt.

Inzwischen ist der Eierbestand mächtig gewachsen: 915 offeriert Regina Voigt derzeit im Außengelände, alle bemalt. Das Gros - nämlich 681 - sind Hühnereier, aber auch 200 Gänse-, 14 Straußen- und zehn Zwerghuhneier zählen dazu. Pro Hühnerei gehen dafür etwa eine Stunde Zeit drauf, für ein Straußenei sechs bis sieben Stunden. Die Motive könnten dabei nicht unterschiedlicher sein. „Ich male Vorlagen aus Kinderbüchern nach, manchmal Blumen, auf einem Straußenei habe ich mal versucht, unser Haus darzustellen...", benennt sie Beispiele. Jedes der Eier ist also ein Unikat.

Während zu Jahresbeginn getüftelt wird, womit diesmal das kleine Niedergräfenhainer Osterland noch verziert werden könnte, sind die Tage vor dem Fest dann Schwerstarbeit. „Etwa eine Woche haben wir nach Feierabend immer zu tun, um alles aufzubauen. Da helfen auch die Eltern mit. Hinterher geht es dann schneller. Da ist in zwei Tagen alles geschafft", erläutert Frank Voigt, der in den Heros Baumschulen Niedergräfenhain arbeitet.

Und danach wird ein Jahr verschnauft? Denkste! Denn auch vorm Weihnachtsfest lassen Voigts ihr Grundstück nicht ohne Schmuck. Da zieht dann neben zahlreichen Lichterketten der Weihnachtsmann mit dem Schlitten und Holzpferd in die jetzige Hasenschule ein. Doch soweit ist es noch nicht. Vorerst gilt auch bei Voigts erstmal der Gruß an alle Schaulustigen: „Frohe Ostern".

Thomas Lang

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