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Geithain Debatte um Geithainer Spielplätze
Region Geithain Debatte um Geithainer Spielplätze
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19:18 31.08.2018
Der Spielplatz im Geithainer Tierpark (r.) soll attraktiver werden. Quelle: Jens Paul Taubert
Geithain/Narsdorf

Den Spielplatz, der sich im als Tierpark genutzten Oberen Stadtpark befindet, will die Stadt Geithain erneuern und erweitern. Mit dem Projektantrag, der den Weg zu Fördermitteln aus dem Leader-Programm Land des Roten Porphyrs eben soll, befasste sich jetzt der Stadtrat. Die vorhandenen Spielgeräte seien verschlissen, es gehe darum, neue zu beschaffen, die sich dem Tierpark thematisch anpassten.

Spielplatzerneuerung könnte 132 000 Euro kosten

„Um überhaupt eine Förderung beantragen zu können, brauchen wir detaillierte Angaben dazu, was entstehen soll“, sagte Kerstin Jesierski von der Bauverwaltung. Neben Spielgeräten plane man auch die Aufstellung neuer Sitzgelegenheiten. Die Gesamtinvestition ist auf 132 000 Euro veranschlagt; der Fördersatz würde 70 Prozent betragen.

Geld auf diese Weise in Kinder zu investieren, sei richtig, sagte Philipp Ziegler am Donnerstagabend in der Narsdorfer Ortschaftsratssitzung: „Dabei sollten aber die Ortsteile nicht vergessen werden.“ Die Stadt solle prüfen, ob sich nicht auch zum Beispiel für die jungen Narsdorfer ein Spielplatz herrichten ließe. Die beiden schönen Plätze an der Grundschule und an der Kindertagesstätte „Rasselbande“ seien ja nicht öffentlich.

Dass diese beiden Plätze nicht für jedermann zugänglich seien, habe man entschieden, um einer missbräuchlichen Nutzung und Vandalismus vorzubeugen, sagte Andreas Große, bis Mitte 2017 Narsdorfer Bürgermeister, nun Ortsvorsteher.

Breitenborner machen es mit Spiellandschaft vor

Er sehe bei allem Bedauern den Bedarf nicht gegeben. Spielplätze in den Dörfer würden, das habe die Erfahrung gezeigt, kaum genutzt. Die Unterhaltung und die bürokratischen Auflagen seien dagegen hoch. Das habe ja auch dazu geführt, die alten Spielgeräte am Rathendorfer Bolzplatz schließlich zu demontieren.

Dieser Argumentation wollte Herbert Legel nicht folgen. Er halte Spielplätze durchaus auch außerhalb dicht besiedelter städtischer Gebiete für angezeigt: „Man sollte die Ortsteile nicht vergessen, falls es dafür Fördermittel gibt.“ Lutz Hiller nannte die Spiellandschaft, die es im benachbarten Breitenborn gebe, ein schönes Beispiel. „Hier ist etwas Attraktives entstanden, und es wird gepflegt. Wir haben auch Flächen und sollten etwas tun.“ Was die Breitenborner könnten, müsse doch auch in Narsdorf, Ossa oder Rathendorf möglich sein.

Rudolph: Spielplatz für Narsdorf geplant

Dem wollte sich Geithains Bürgermeister Frank Rudolph (UWG), der der Sitzung beiwohnte, nicht grundsätzlich verschließen. Für Narsdorf sei ein Spielplatz sogar greifbar, sagte er: „Wenn wir das Baugebiet Am alten Sandweg weiter erschließen und vermarkten, wird dort ein öffentlicher Spielplatz entstehen.“ Der sei nämlich Teil dieser Planungen.

Von Ekkehard Schulreich

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