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Debatte um Kurpromenade geht weiter

Debatte um Kurpromenade geht weiter

Die Kernstadt Bad Lausick ist zweigeteilt: Westlich der Bahnlinie ist die Altstadt, östlich davon das Kurviertel. Was beide verbindet, aber nicht eint: Es gibt weder hier noch dort ein Verkehrskonzept.

Bad Lausick. Was in den neunziger Jahren begonnen wurde, blieb Stückwerk. Der Streit um den Ausbau der Badstraße zur Kurpromenade holt das Thema Verkehrskonzept wieder auf die Tagesordnung. „An einzelnen Stellen wird immer wieder geflickt, ohne das große Ganze im Auge zu haben“, sagt Lutz Doberenz, der Vorsitzender des Auto-Moto-Clubs (AMC) Herrmannsbad Bad Lausick. Die Stadt habe versäumt, das Ende der neunziger Jahre mit Unterstützung von AMC und ADAC begonnene Konzept fortzuschreiben. Damals sei es vor allem um die Beseitigung von Gefahrenstellen, um Sichtbehinderungen und abzusenkende Bordsteine gegangen, nicht um die für alle günstigste Verkehrsführung. AMC-Vorstandsmitglieder saßen mit am Tisch, als vor mehr als einem Jahrzehnt der damals noch bestehende Gewerbeverein über einem Verkehrskonzept für das Zentrum saß – und darüber letztlich zerbrach. Ein Konzept, das der Stadt insgesamt gerecht werde und das auf Zukunft angelegt sei, fehle in der Tat, so Ulrich Venzke: „Das gehört aus unserer Sicht unbedingt auf die Tagesordnung.“ Wobei die Interessenlage komplex sei. das werde ja gerade an den Debatten um den Ausbau der Badstraße zwischen Kurhotel und Wiesenstraße zur Kurpromenade deutlich. Da wären die Kurgäste: Für sie müsste die Stadt mindestens die Waldstraße einbeziehen, meint Doberenz: „Damit das Kurgebiet geschlossen bleibt. Und zu ihm gehören nun mal auch der Schwanenteich und das Riff.“ Da wären die Anwohner: „Der Verkehr müsste so verteilt werden, dass alle damit leben können“, sagt Venzke. Wenn man sich für einen größeren verkehrsberuhigten Bereich entschiede, hieße das für alle maximal Tempo 7. Da wären die begrenzten Geldmittel: Der AMC hält für den Fall, dass die Badstraße neu gestaltet wird, eine Einbeziehung der Waldstraße für unerlässlich. Denn, so Doberenz: „300 oder 400 Fahrzeuge pro Stunde, die dann nicht mehr die Badstraße nutzten, nimmt die Waldstraße nicht auf – und schon gar nicht in dem heutigen schlechten Bauzustand.“ Was die planerischen Details der öffentlich ausgelegten Kurpromenaden-Entwürfe betrifft: Für Lutz Doberenz steht fest, „die Badstraße muss durchlässig bleiben“. Durch ein durchgehendes Asphaltband ließen sich Kosten sparen. Von den vorgesehenen Einschnürungen und Aufpflasterungen, um den Verkehr immer wieder zu hemmen, hält auch Ulrich Venzke nichts. Vor allem, weil es das Ziel der Lärmvermeidung konterkariere: „Der wenigste Lärm entsteht, wenn der Verkehr ruhig rollt, wenn er nicht immer gestoppt wird, die Autos nicht immer wieder anfahren.“ Mit Blick auf die Gesamtstadt sollte sich langfristig nach Meinung des AMC in einem Verkehrskonzept auch anderes niederschlagen: Radwege müssten entstehen, vor allem für die Mädchen und Jungen, die mit dem Rad zu den Schulen fahren. Reihenfolge und notwendige Ausbau-Art besonders schlechter Straßen und Fußwege müssten aufgelistet werden, etwa Heinrich-Heine-Straße, Erich-Weinert-Straße und Wiesenstraße. „Nicht zu vergessen die Straße, die durch das Gewerbegebiet führt“, sagt Ulrich Venzke: „Würde die an die B 176 oder die Wüstungssteiner Straße angebunden, könnte sie eine Menge Durchgangsverkehr aus der Stadt nehmen.“

Ekkehard Schulreich

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