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Geithain Der Opfer des NS-Regimes im KZ-Außenlager Flößberg gedacht
Region Geithain Der Opfer des NS-Regimes im KZ-Außenlager Flößberg gedacht
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14:58 27.01.2010
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-Gedenktag entsprochen. Auf dem KZ-Friedhof im Fürstenholz bei Flößberg wurde an den Völkermord durch das NS-Regime erinnert. 

„Wir möchten all der Häftlinge gedenken, die in den kalten Wintermonaten zwischen Dezember 1944 und April 1945 hier im Flößberger Wald unmenschliches Leid erfuhren“, unterstrich Katrin Henzel vom Verein Geschichtswerkstatt Flößberg vor zahlreichen Gästen das Anliegen. 1904 Häftlinge durchliefen das Lager, mussten harte Arbeit verrichten, waren unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht. Das bekräftigte auch Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU), neben Enrico Stange (Die Linke) als Landtagsabgeordneter der Gedenkveranstaltung beiwohnend. „Es sind nicht nur die bekannten Konzentrationslager wie Buchenwald, Dachau oder Auschwitz, in denen tausendfach, hunderttausendfach, millionenfach gelitten und gestorben wurde. Die mörderischen Verbrechen wurden im gesamten Reich verübt. Auch in Flößberg starben zahlreiche Menschen an Hunger, Krankheiten und Misshandlungen, wurden in Massengräbern verscharrt, so von Breitenbuch. „Sie wurden ihrer Würde beraubt, ihre Arbeitskraft wurde benutzt, ihre Vernichtung, ihr Sterben war eine fest eingeplante Zielgröße“, sagte er. 

Was es hieß, vor 65 Jahren an diesem Ort zu sein, machte Stefan Walter durch Auszüge aus Erinnerungen von Überlebenden an Flößberg deutlich. Mehr dazu ist am Donnerstag im Lokalteil der Borna-Geithainer Zeitung zu finden. 

Gestern Nachmittag wurde auch am Ernst-Thälmann-Denkmal in Geithain auf Initiative des Ortsverbandes Geithain der Partei „Die Linke“ der Opfer des Nationalsozialismus gedacht und angemahnt, dass so etwas nie wieder geschehen dürfe.

 

Thomas Lang

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