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Geithain Diana Schatz – die neue Frau an der Spitze des Bad Lausicker Jugendhauses
Region Geithain Diana Schatz – die neue Frau an der Spitze des Bad Lausicker Jugendhauses
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16:55 11.05.2017
Diana Schatz (re.) mit den bewährten Jugendhaus-Mitarbeitern Petra Arnold und Volker Wolf. Quelle: Jens Paul Taubert
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Bad Lausick

Mit Diana Schatz ist das Team des Bad Lausicker Kinder- und Jugendhauses wieder komplett: Die 32-Jährige, die seit Kurzem mit ihrer Familie in Naunhof lebt, übernahm Anfang März die Leitung des von der Arbeiterwohlfahrt Mulde/Collm getragenen Hauses. Seit dem Weggang von Melanie Voigt im Sommer vergangenen Jahres war die Stelle vakant; Assistenzkraft Petra Arnold und Volker Wolf, über das Programm Soziale Teilhabe beschäftigt, hielten die Einrichtung während der vergangenen Monate mit Einschränkungen am Laufen. Die nun wieder erreichte ursprüngliche Personalstärke macht es möglich, das Haus in unmittelbarer Nachbarschaft der Oberschule nun wieder wie gewohnt ab 8 Uhr zu öffnen. Darüber hinaus sollen die Angebote schrittweise ausgebaut und neue Akzente gesetzt werden.

In den zurückliegenden sechs Jahren arbeitete Diana Schatz, die aus Eisleben stammt und die in Merseburg Soziale Arbeit studierte, in einer Jugendwohngruppe in Leipzig. In der leben Zwölf- bis 18-Jährige aus problematischen Elternhäusern und mit einer großen Spannbreite an Problemen: „Wir haben versucht, sie fit zu machen für ein selbst organisiertes Leben.“ Die Situation, auf die Schatz in Bad Lausick trifft, ist eine grundsätzlich andere. Doch die Berufserfahrungen dürften ihr zweifellos zupass kommen, denn Schule und berufliche Perspektiven, die Organisation des eigenen Alltags, das soziale Miteinander, eine erfüllende Gestaltung der Freizeit sind Themen, denen sich das Kinder- und Jugendhaus verpflichtet sieht. Diana Schatz bewarb sich unmittelbar aus der Elternzeit heraus für die Stelle; eine neue Tätigkeit, die sie nicht nur inhaltlich reizt, sondern die auch besser vereinbar ist für eine Mutter zweier kleiner Jungs.

„Ich bin dabei, die Kontakte zur Oberschule zu intensivieren“, sagt Schatz. Immerhin sind beide Einrichtungen seit Jahren via Kooperationsvereinbarung miteinander verbunden. Bei Schulleiter Reinhard Deuil stellte sie sich bereits vor, ebenso den Schülern und Eltern der 5. Klassen und dem Förderverein bei der Veranstaltung „Wir über uns“ kürzlich in der Aula. Sie sucht das Gespräch zu den Lehrern, zu Schulsozialarbeiterin Nadine Kummer, aber auch zum Bad Lausicker Rathaus, möchte sich und ihre Pläne gern demnächst im Stadtrat vorstellen. „Ich möchte gern Projekte aus der Schule in unser Haus holen, mehr gemeinsam machen“, sagt sie. Aktuell orientierten sich die Öffnungszeiten am Fahrplan der Schulbusse; 16 Uhr sei in der Regel Schluss, an den Wochenenden sei geschlossen.

„Wir wollen sehen, wo der Bedarf liegt, was die Heranwachsenden wünschen, was leistbar ist“, sagt Diana Schatz. Zu neuen Angeboten gehört eine Koch-AG mit Petra Arnold – mittwochs ab 14 Uhr. Die Krabbelgruppe für Eltern mit Kleinstkindern soll wieder aufleben – dienstags ab 9.30 Uhr, donnerstags ab 15.30 Uhr. Zudem haben nach wie vor Tanzgruppen im Haus ihre Heimstatt. „Ich möchte gern ein-, zweimal die Woche gezielt etwas anbieten. Wir müssen aber auch ungezwungene Formen finden über Arbeitsgemeinschaften und Projekte hinaus.“ Dass der wahrscheinlich im Mai fertig gestellte Sportplatz und die neue Zweifelder-Halle an das Haus unmittelbar angrenzen, betrachtet sie als Gewinn: „Sport ist eine Sache, die zieht.“ Diese Möglichkeiten wolle man gerne nutzen. Der Grillplatz hinter dem Gebäude, der im Zuge der Neugestaltung des gesamten Umfeldes weichen musste, soll neu errichtet werden.

Freuen würde sich das dreiköpfige Team über die Unterstützung von Ehrenamtlichen, die ihnen fünf Stunden pro Woche beim Betrieb der Einrichtung zur Seite stehen. Nicht nur für Heranwachsende, auch für junge Familien will das Haus eine gute Adresse sein: Am Muttertag wird die Tradition des Familienbrunchs wieder aufgenommen.

Intensiv am Planen ist das Team, was die Sommerferien betrifft: Während es in der ersten Ferienwoche lediglich Angebote vor Ort geben wird, sind in den Wochen zwei bis fünf Tagesausflüge und besondere Veranstaltungen geplant. „Um eine Ferienfahrt, wie sie in den letzten Jahren üblich und gefragt war, vorzubereiten, ist es bereits zu spät“, sagt Schatz; das nehme man sich aber für den Sommer 2018 wieder vor.

Von Ekkehard Schulreich

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