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Geithain Die Luft ist wieder rein: Geithainer Kita Wirbelwind startet neu durch
Region Geithain Die Luft ist wieder rein: Geithainer Kita Wirbelwind startet neu durch
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11:41 25.02.2016
Mit einem sogenannten Gasprobennehmer mit Aktivkohle prüft Benjamin Georgi (27) von der LUA (Landesuntersuchungsanstalt für Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen) aus Chemnitz die Luft im Raum der Wichtelkinder. Kita-Leiterin Romy Hempel (37) ist froh, dass jetzt alles vorbei ist. Quelle: Andreas Döring
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Geithain

Die Zeit der Flaute ist im „Wirbelwind“ vorbei: Die Geithainer Kindertagesstätte darf ab Dienstag wieder mit voller Kapazität betrieben werden. Das signalisierte das Jugendamt und stellte erneut die Betriebserlaubnis für das gesamte Gebäude am Paul-Guenther-Platz aus. Damit findet eine zehn Monate andauernde Phase der Ungewissheit ein versöhnliches Ende. Zu Pfingsten vergangenen Jahres und in den Wochen danach hatten die Behörden Schadstoffe in der Luft eines Raumes, später auch in mehreren Räumen des aus den 30er-Jahren stammenden Gebäudes festgestellt. Bei der ausdünstenden Substanz handelte es sich den Analysen zufolge um Naphtalin, enthalten zum Beispiel in Teerpappen. Die Konsequenz: zeitweilige Schließung der Einrichtung, Betreuung der Kinder andernorts, Ursachensuche und bauliche Investitionen, um die Belastungen abzustellen.

„Wir sind glücklich und sehr dankbar, dass all die Bemühungen zum Erfolg geführt haben“, sagt Viola Heinig, die Fachbereitsleiterin Kindertagesstätten beim Bornaer Kreisverband der Volkssolidarität. „In einer Krisensituation erweise sich, ob man gut zusammenarbeiten kann“, meint sie an die Adresse der Stadt Geithain. Ein konstruktives Einvernehmen habe es ebenso mit dem Landkreis Leipzig und mit dem Landesjugendamt gegeben mit dem gemeinsamen Ziel, die Kita wieder in vollem Umfang nutzbar zu machen. Ein Kompliment macht Heinig vor allem den Eltern, die mit Verständnis und Entgegenkommen die für alle Beteiligten schwere und kaum abschätzbare Situation meistern halfen. Im November bereits durften Kindergarten und sozialpädagogische Tagesgruppe in ihr angestammtes Domizil zurückkehren. Ab 1. März gilt wieder die gewohnte Belegung der kompletten Immobilie: Krippe im Erdgeschoss, Kindergarten darüber, Tagesgruppe unterm Dach.

„Unsere Bemühungen, die schädlichen Stoffe zu beseitigen, sind von Erfolg gekrönt“, formuliert es Kerstin Jesierski von der Geithainer Bauverwaltung. 49 000 Euro habe die Stadt als Eigentümer in Gutachten, vor allem aber in die bauliche Mängel-Behebung investiert. Die Quelle der Ausdünstungen lag in einem Raum, der erst in den 70er-Jahren – das Haus wandelte sich damals von einer Jugendherberge zum Kindergarten – durch Einhausung einer Terrasse entstanden war. Immerhin: Im Zuge der jetzt erforderlichen Arbeiten wurde dieser bisher nicht sanierte Raum grundhaft hergerichtet.

„Wir können jetzt wieder die volle Kapazität nutzen und sowohl in der Krippe als auch im Kindergarten weitere Kinder aufnehmen, so Heinig. Die Volkssolidarität rechne es den Eltern hoch an, dass die meisten von ihnen – auch wenn sie ihre Sprösslinge zeitweise in anderen Kindereinrichtungen betreuen ließen – zurückgekehrt seien oder das planten. Mit dem bevorstehenden Komplettbetrieb des Hauses könne auch jene Erzieherin wieder in Geithain arbeiten, die vorübergehend anderenorts eingesetzt war.

Von Ekkehard Schulreich

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