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Geithain Die „Partyteufel“ sorgen für den großen Kehraus bei der 3-Tages-Party in Neuhof
Region Geithain Die „Partyteufel“ sorgen für den großen Kehraus bei der 3-Tages-Party in Neuhof
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11:04 01.08.2016
Bedauern das Party-Aus: Clubchef Andy Bracklow (r.) und sein Vorgänger im Amt, René Tischoff.  Quelle: Gislinde Redepenning
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Kohren-Sahlis/Neuhof

 Nach einem Vierteljahrhundert ist Schluss mit Rock, Pop und Tanz: Zum letzten Mal wurde am Wochenende in Neuhof das Festival-Gelände für die traditionelle 3-Tages-Party hergerichtet. Der längste Tresen von Kohren-Sahlis in der eigens für das Mega-Spektakel aufgebauten Location schloss nach diesem letzten Akt. Bis dahin ließen es sich Hunderte Besucher nicht nehmen, gemeinsam noch einmal groß zu feiern.

„Uns fehlt einfach die Jugend. Wir haben nicht genügend motivierte Leute um das alles zu stemmen“, bedauerte das Andy Bracklow, Vorsitzender des veranstaltenden Jugendclubs „Rübe zu“, der wieder zwei Wochen Urlaub genommen hatte, um Organisation, Auf- und Abbau zu managen. „Eigentlich wollten wir schon im letzten Jahr aufhören, aber dank unserer Sponsoren, die uns immer unterstützt haben, konnten wir die 25 voll machen.“ Klangvolle Namen wie Alphaville, Spider Murphy Gang, Geier Sturzflug oder Bad Boys Blue standen schon im Kohrener Land auf der Bühne. Bracklow und sein Team ließen es im beschaulichen Neuhof zum Jubiläum noch einmal richtig krachen.

Das Festzelt war am vergangenen Freitag und am Sonnabend gerammelt voll. Zum Auftakt fegte ein mächtiger Regenschauer die Besucher, die sich draußen unter freiem Himmel zwischen Bierwagen, Cocktailbar und Grillstand vergnügten, ins Innere. Dort heizte DJ Helmut aus Langenleuba-Oberhain, auch bekannt als Stimmungsmacher und Moderator, dem Publikum mächtig ein, bis er von einem prominenten Kollegen abgelöst wurde: Mark ‘Oh, Musikproduzent und einer der ersten deutschen DJs mit dem Status eines Pop-Stars, flog extra aus dem Ruhrgebiet in Dresden ein, wo er abgeholt wurde. Er spielte in der von ihm gegründeten Hardrockband „Line Up“, hat in den neunziger Jahren Techno-Geschichte geschrieben und zählt zu den Großen der deutschen Dance-Landschaft. Bei der Echo-Verleihung 1995 wurde er zum erfolgreichsten nationalen Künstler gewählt. Nach seiner Show wurde wild weitergetanzt, erst gegen vier Uhr machten sich die letzten Feierwütigen auf den Heimweg.

Keine Geringeren als die „Partyteufel“ waren es, die am Sonnabend ordentlich nachlegte. Deutschlands beste Partyband aus Wunsiedel, mehrfach ausgezeichnet mit entsprechenden Preisen, übernahm den großen Party-Abgesang. Sie hatte keine Probleme, erneut das Zelt füllten. Die Party-Macher aus Neuhof hatten sie bei einer Veranstaltung in Wintersdorf gesehen und gleich angeheuert. „Des roggd“ – versprachen die Teufel auf ihrer ersten CD 2013, seit 2015 sind Patrick, Flo, Andrea, Gsus, Chris und Wurzel auf den größten Volks- und Wiesenfesten der Republik unterwegs. Klar, dass sie auch Neuhof richtig „roggten“.

Nach einem langen Wochenende machte sich am Sonntag zum Ausklang beim Frühschoppen neben Müdigkeit auch Wehmut breit. „Die älteren Besucher, die diese Veranstaltung früher mit aufgebaut haben und in den letzten Jahren immer mit gefeiert haben, finden das Ende besonders bedauerlich, aber sie haben dafür Verständnis“, sagte Bracklow. Bis Dienstag wird abgebaut.

Von Gislinde Redepenning

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