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Geithain Die Sorgen und Nöte eines Frohburger Kleingartenvereins
Region Geithain Die Sorgen und Nöte eines Frohburger Kleingartenvereins
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15:29 06.12.2012
Der Frohburger Gartenverein "Waldfrieden" muss um seine Zukunft bangen. Quelle: Thomas Lang
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Frohburg

Dennoch stehen auch jetzt noch viele Gärten leer, sinkt die Mitgliederzahl, wächst der Altersdurchschnitt. Bisher meldete sich auch kein Gartenfreund, um ab Januar 2013 im neu zu wählenden Vorstand mitzuarbeiten.

„2012 war für unseren Kleingartenverein kein gutes Jahr, eigentlich das schlechteste, was ich erlebte“, muss Franz Kurcz resümieren. Denn der Schrumpfungsprozess in der grünen Oase beidseits des Wolfslückenwegs von Frohburg hält an. Und das, obwohl die Kommune der Bitte nachkam, etwa ein Viertel der Flächen auf dem Gelände neben der Kinder- und Jugendbegegnungsstätte abzugeben, weil dort besonders viele Gärten verwaist waren. „Dafür kann man der Stadtverwaltung und dem Bürgermeister nicht genug danken, zumal sie äußerst kulant agierten und dem Verein sehr entgegen kamen“, so der inzwischen 71-Jährige. Doch das war fast der einzige Lichtblick für den Vereinschef in den vergangenen Monaten. Zehn Gartenfreunde siedelten danach – so wie es angedacht und erhofft war -, von dort über die Straße in den großen Bereich des Vereins um und übernahmen leere Gärten. Und dennoch sind in dem nunmehr von 174 auf 104 Gärten geschrumpften Verein derzeit immer noch 15 Parzellen frei. Da die Zahl der Mitglieder binnen Jahresfrist von 91 auf 69 schrumpfte – noch vor neun Jahren zähte der „Waldfrieden“ 138 Gartenfreunde – ist es illussorisch, dass all diese Flächen durch andere mit in Schuss gehalten werden könnten. Zumal die Altersstruktur auch nichts Gutes verheißt: Über 55 Prozent der Mitglieder haben die Altersgrenze von 60 Lenzen überschritten. 20 sind dabei über 70, zwei gar über 80 und nur vier unter 30 Jahren. Was ein weiteres großes Problem mit sich bringt. Wer soll den Verein künftig als Vorstand führen? Kurcz appelliert seit vielen Monaten, dass dort bitte jüngere Mitstreiter den Platz jener einnehmen sollten, die sich im Vorstand bisher für das Allgemeinwohl engagieren. Doch bis jetzt verhallten die Rufe. „Für die am 26. Januar 2013 anstehende Neuwahl des Vorstands hat sich bis heute niemand gemeldet, der bereit ist dort mitzuarbeiten“, so der Frohburger. Da zudem die derzeitigen Mitstreiter bekundeten, nicht wieder kandidieren zu wollen, dürfte das die prekäre Situation verschärfen. „Noch gebe ich aber die Hoffnung nicht auf. Vielleicht regt die Weihnachtszeit manchen zum Nachdenkn an“, bekundet Kurcz. Weil er nicht glauben will, dass sich in einem Verein, der im Jahr 2014 auf sein 90-jähriges Bestehen blicken könnte, einfach keiner findet, dem der Fortbestand dieses Zusammenschlusses von Gleichgesinnten nicht am Herzen liegt.

Thomas Lang

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