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Geithain Die besten Schäferhunde gehen in Prießnitz auf Fährtensuche
Region Geithain Die besten Schäferhunde gehen in Prießnitz auf Fährtensuche
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00:17 19.10.2016
Unter den Augen des Leistungsrichters Gerald Claus ging der Hund in Prießnitz auf Fährtensuche. Quelle: Foto: René Beuckert
Prießnitz

Die Sachsenmeisterschaft für deutsche Schäferhunde richtete am Wochenende der Prießnitzer Hundesportverein aus. Vom Wetter her waren die Bedingungen ideal und so legten die Hundesportfreunde Stunden vor der Veranstaltung die Fährten nach einem Durchführungsplan aus, welche die teilnehmenden Schäferhunde aufspüren mussten.

„Seit Mai diesen Jahres laufen dafür die Vorbereitungen“, sagte Dietra Mäder vom Verein. „Es ist die erste Veranstaltung dieser Art, welche wir organisieren“, meinte sie weiter. „Diese Zeit brauchen wir, da Absprachen mit den Landwirten und Pächtern getroffen werden mussten, zumal es sich um zwei Standorte handelt. Wir sind mit unserem Anliegen gleich auf Verständnis gestoßen, was uns die Organisation erleichterte“, freute sie sich über die Zusagen, wobei sie ergänzte, dass dies nicht überall so sei, wie die Erfahrungen anderer Veranstalter zeigen.

Die Prießnitzer Hundesportfreunde hatten am Samstagmorgen alle Hände voll zu tun mit der Anmeldung sowie dem Auslegen der Fährte, die verschiedene Elemente enthält. Eine Stunde tragen die Fährtenleger die Fährte am Körper, bevor sie diese an exponierten Stellen verteilen. „Am Samstag, zu unserer ersten Veranstaltung, nutzten wir ein Rapsfeld und anderentags mussten die Hunde die auf einer Ackerfläche ausgelegten Gegenstände finden. Erst drei Stunden nach der Fährtenlegung beginnt für die Hunde die Suche“, erklärte Mäder.

Obwohl nur sieben Teilnehmer sich für die sächsische Fährtenhundemeisterschaft qualifizieren konnten, von denen wiederum die Besten aus dieser Veranstaltung in drei Wochen an der Bundesfährtenhundeprüfung teilnehmen, stellte dies dennoch für die 15 Vereinsmitglieder eine Herausforderung dar. „So eine Veranstaltung ist schon mit einem größeren Organisationsaufwand verbunden“, so Mäder.

Klaus-Dietrich Hupfer vom Prießnitzer Verein erklärte, dass es der Umgang und die Liebe zum Tier sei, woraus eine partnerschaftliche Verbindung erwächst. „In unserem Verein bilden wir die Hunde in drei Kategorien aus. Einmal die Unterordnung, also bei Fuß gehen und sitz. Weiterhin gehört der so genannte Schutzdienst dazu, damit ist das Stellen eines Scheintäters gemeint, sowie die Fährtenarbeit“, berichtete Hupfer.

Teilnehmer Rolf Kämpf aus Neukirchen möchte genauso den Umgang mit dem Tier nicht missen: „Seit 1984 kam es zu einer ersten Begegnung mit dem Hund, die mich seitdem nicht mehr losgelassen hat. Die Beteiligung an Wettbewerben dieser Art stellt für meinen Schäferhund und mich immer wieder eine Herausforderung dar, in der sich im Training die vorangegangene Zusammenarbeit zeigt.“

Leistungsrichter Gerald Claus hielt ein wachsames Auge auf die Veranstaltung. „Ein Teil meiner Arbeit besteht in der Bewertung der Fährtensuche. Ich achte darauf, ob der Hund sehr ruhig, konzentriert und die Fährtenstrecke in entsprechender Form meistert“, hob der Leistungsrichter hervor. Der Beste dieser Veranstaltung wird als sächsischer Landesmeister in Thale zur Bundesmeisterschaft antreten.

Von René Beuckert

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