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Geithain Dreharbeiten in Geithain beendet
Region Geithain Dreharbeiten in Geithain beendet
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11:23 01.08.2012
Das Kamerateam filmt in Geithain. Quelle: Jens Paul Taubert
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Geithain

Doch auch in Geithain will Produzentin Theresa Braun nach Möglichkeit eine Vorführung organisieren.

Feinschnitt, Tonmischung und Farbkorrektur stehen nun für die einzelnen Filmszenen an. In Geithain hatten die Dreharbeiten, wie berichtet, von Donnerstagmorgen bis Montagmittag für Furore gesorgt. Als letztes schlossen sich Montagnachmittag sowie gestern Innenaufnahmen an. Die fanden in Nauenhain statt, wo die Filmfamilie mit Mutter Irmgard (Katharina Spiering), Vater Walter (Björn von der Wellen) und Tochter Anna (Martha Maria Thieme) in Wohnzimmer, Kinderzimmer und Bad gezeigt werden. Im Film werde es aber aussehen, als befinde sich diese Wohnung direkt in Geithain, so Theresa Braun, Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin des Streifens.

Sie arbeitet sonst als Regieassistentin bei Fernsehproduktionen wie „Schloss Einstein" oder „In aller Freundschaft". Die Idee für „Däumelinchen" hatte die 32-Jährige schon vor sechs Jahren, schrieb die Geschichte im Vorjahr auf und brachte mit ihr fast 40 Filmleute dazu, ohne Bezahlung an der Produktion mitzuwirken. Sollte der Film einmal Geld einspielen, würde das geteilt. „Unwahrscheinlich warmherzig" fand der Kameramann Patrick Popow das Drehbuch, als er es im Januar las. Da seien häufig Emotionen im Spiel, dazu könne man viele Bilder machen, so der 46-Jährige, der sonst vor allem Kinderfilme dreht.

„So ein schönes Buch, so eine schöne Geschichte", schwärmte Schauspielerin Katharina Spiering. Als nächstes steht sie vor der Kamera als eine Frau aus der DDR, deren Geschichte von den 70er bis zu den 90er Jahren erzählt wird. Die Berlinerin spielt in dem Film „Drei Zimmer, Küche, Bad" mit, der im Oktober in die Kinos kommt und von der Suche junger Leute nach dem Lebenssinn erzählt. „Geithain hat sehr romantische Ecken", gefällt der 37-Jährigen, die bedauert, keine Zeit für die Unterirdischen Gänge gehabt zu haben.

Schauspielerei sei zu 90 Prozent Warten, ist sie sich mit ihrem Filmpartner Björn von der Wellen einig. Der steht zwei Drehtage pro Monat als Erzieher Alex Fischer in der KiKa-Serie „Schloss Einstein" vor der Kamera, macht ansonsten eigene Projekte. „Geithain ist eine typische ostdeutsche Kleinstadt, schön renoviert", findet der 32-jährige Berliner. „Die machen das aus vollstem Herzen", lobte er den Einsatz der Komparsen.

Auch Braun hob den professionellen Einsatz der Laiendarsteller aus Geithain und Umgebung hervor: „Alle machen auf Anhieb toll mit." Dankbar ist sie auch für die „vielen tollen Sachen", die Geithainer dem Filmteam geliehen haben - vom historischen Sofa bis zu Kindersachen. Geborgt ist auch die Technik, die nun nach Erfurt, Berlin und Leipzig zurückgebracht werden muss. Gewohnt haben die Filmleute im Geithainer Hotel „Leipziger Land" sowie in Pensionen.

Inge Engelhardt

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