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Geithain Dreifach-Geflügelschau zeigt in Bad Lausick mehr als 660 Tiere
Region Geithain Dreifach-Geflügelschau zeigt in Bad Lausick mehr als 660 Tiere
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12:48 30.12.2011
Frank und Peggy Lehmann stellen in Bad Lausick Tauben aus. Quelle: Jens Paul Taubert
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Bad Lausick

Mit dieser Schau startet der Rassegeflügelverein Bad Lausick in sein Jubiläumsjahr, denn 1922 fanden sich die ersten Züchter unter diesem Dach zusammen. Gefeiert wird das Jubiläum im Februar - und krönen soll es die Schau Ende Dezember 2012, möglichst ergänzt durch die 22. Sachsen-Strasser-Schau. Doch ob Letzteres gelingt, liegt nicht im Vermögen des Vereins; es hängt davon ab, ob der angestammte Ausstellungsort, die städtische Turnhalle, in zwölf Monaten zur Verfügung steht.

Bürgermeister Josef Eisenmann (CDU), der als Schirmherr die Präsentation eröffnete, hofft genau das nicht. Denn die Halle soll endlich abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden; Fördermittel sind beantragt. Über andere Räumlichkeiten für den Verein habe man bereits gesprochen. „Fakt ist, es würde etwas fehlen, wenn es nächstes Jahr diese Ausstellung nicht mehr gäbe", so der Bürgermeister. Er zeigte sich zuversichtlich, gemeinsam eine Lösung zu finden, die über Jahre tragfähig sei und die allen Interessen gerecht werde. Das betreffe auch die Nutzungsmodalitäten für eine neu errichtete Halle, die allerdings „frühestens Ende 2013" zur Verfügung stehen würde.

Ob Gänse, Puten, Perlhühner, Hühner oder Tauben: Die Palette der ausgestellten Tiere ist groß. „Die Schau hier in Bad Lausick ist immer interessant", meinte Günter Döge. Der Otterwischer stellt Zwerg-Sachsenhühner aus, züchtet darüber hinaus Enten und Gänse und ist seit Jahren in Bad Lausick vertreten - aber auch auf den großen Schauen wie der Lipsia in Leipzig. Aus Wildenfels reisten Siegfried Predzlaff und sein Sohn Sven an. Vor allem, um die Sonderschau der Chabo-Züchter in Augenschein zu nehmen, denn beide züchten selbst Goldhalsige Chabos.

Mit Erwartungen blickte Konrad Müller, der Vereinschef, in das Jubiläumsjahr. „Unser Verein ist mit 35 Mitgliedern relativ stabil. Aber der züchterische Nachwuchs fehlt uns - so wie vielen Vereinen", sagte er. Attraktive Ausstellungen vor Ort seien deshalb wichtig, um Junge und Neue für dieses Hobby gewinnen zu können. „Allerdings konzentrieren sich viele Züchter inzwischen lieber darauf, auf den großen Events auszustellen", so Müller. Das sei ein unerfreulicher Trend, dem man entgegenwirken müsse. Mit Gerhard Rühle und Horst Kurth, beide 74, wurden gestern zwei Züchter geehrt, die dem Verein seit 60 Jahren verbunden sind. „Wir hatten 1951 eine Jugendgruppe gebildet und sind der Zucht bis heute treu geblieben", erzählte Rühle aus Bernbruch. Angefangen habe er wie viele Jungen damals mit Tauben.

Dass Geflügelzucht hervorragend mit sozialem Engagement zusammenpasse, machte Müller am Beispiel des Strasser-Züchters Matthias Kortenhof deutlich: Der hatte kürzlich auf der Deutschen Rassetauben-Schau ein ausgezeichnetes Paar gestiftet, das für 500 Euro versteigert wurde - Geld, das der Kinderkrebshilfe zugutekommt.

Die Ausstellung in der städtischen Turnhalle an der B 176 ist am 31. Dezember noch einmal von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Es gibt eine Tombola und ein gastronomisches Angebot.

Ekkehard Schulreich

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