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Ebersbacher Kameraden seit 75 Jahren aktiv

Jubiläum in Bad Lausick Ebersbacher Kameraden seit 75 Jahren aktiv

Ganz Ebersbach ist auf den Beinen, wenn die Feuerwehr ruft. Aber jüngst war es kein brenzliges Ereignis, das im Gerätehaus für Aufsehen sorgte. Die Kameraden zeigten bei einer Schauvorführung die Rettung eines Verunglückten aus dem Auto. Dann rollte der Einsatzwagen doch noch durchs Dorf.

Immer einsatzbereit.

Quelle: Andreas Döring

Bad Lausick/Ebersbach. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ebersbach blicken dieser Tage auf ihr 75-jähriges Bestehen zurück. Bei einem zünftigen Fest am Gerätehaus erinnerten sich die Kameraden an so manchen brenzligen Einsatz, der sie im Laufe der Jahre herausgefordert hatte. Viele Bewohner, aber auch Gäste aus den umliegenden Orten, gesellten sich zu den aktiven Feuerwehrmännern. Eine Ausstellung, die vom Heimatverein initiiert wurde, gab Einblicke in die Geschichte der Feuerwehr.

„In unserem Ort geht alles Hand in Hand. Neben dem Heimatverein gab es auch Unterstützung vom Sportverein, selbst Bewohner aus dem Ort halfen mit, das Fest auf die Beine zu stellen“, sagte Ortswehrleiter Maik Hentschel. Auch gab das große Besucherinteresse am Jubiläumstag den Kameraden die Bestätigung, dass die Leute aus dem Ort hinter ihrer Feuerwehr stehen.

Mit Sport, Spiel und Spaß für die Kinder wurde den Jüngsten einiges geboten. Die Kaffeetafel war üppig gedeckt. „Den Kuchen haben die Frauen der Kameraden gebacken“, unterstrich Frank Hentschel deren Engagement. Eine von der Bad Lausicker Feuerwehr in Szene gesetzte Technikschau zog die Blicke der Besucher auf sich. Besonders die Rundfahrten mit dem Feuerwehrauto fanden reges Interesse. „Eigentlich war diese Aktion für die Kinder gedacht, doch auch Erwachsene nutzten die Gelegenheit, ihren Ort vom Feuerwehrauto aus zu betrachten“, stellte der stellvertretende Wehrleiter Marc Nitschke fest.

Am Jubiläumstag legten sich die Kameraden mit einer Schauvorführung mächtig ins Zeug. Mit dem sogenannten Rettungsspreizer und Schere demonstrierten sie eine Personenrettung aus dem Auto. „Für uns sind solche Vorführungen wichtig, da wir damit unser Leistungsvermögen unter Beweis stellen können“, hob der Wehrleiter hervor.

Kamerad Frank-Walter Hönig ist seit Jahrzehnten in der Ebersbacher Feuerwehr aktiv und erinnerte sich, wie sie zu DDR Zeiten mit einfachen Mitteln ausrückten. „Damals besaßen wir nur einen Anhänger, auf dem die Technik bis hin zu den Schläuchen untergebracht war. Im Ernstfall musste ein Traktor den Hänger ziehen. Es kam schon vor, dass im Alarmfall kurzfristig kein Traktor zur Verfügung stand und die Kameraden den Hänger mit den bloßen Händen zogen“, entsann sich Frank-Walter Hönig.

Diese Zeit ist zum Glück vorbei. Die Ebersbacher Feuerwehr verfügt jetzt über ein eigenes modernes Löschfahrzeug, das im Fall der Fälle sofort einsatzbereit ist. Um für den Ernstfall gut gerüstet zu sein, finden regelmäßig theoretische und praktische Schulungen statt. Nur Frauen findet man in der Ebersbacher Wehr vergebens. „Nach meinen Erinnerungen hat es noch nie eine Frau in unserer Wehr gegeben“, sagte Frank Hentschel. Für Wehrleiter Maik Hentschel wäre es kein Problem, auch Kameradinnen in ihren Reihen zu begrüßen. Die sprichwörtliche Kameradschaft ist auch in der Ebersbacher Wehr vorhanden. „Ich glaube, Feuerwehrarbeit ohne Kameradschaft wäre nicht möglich. Hier muss sich einer auf den anderen blind verlassen können“, bekräftigte der Wehrleiter.

Zur Errichtung des neuen Gerätehauses mit Schulungsräumen musste das alte Objekt mit seinen Bruchsteinmauern abgerissen werden. „In über 1000 Stunden Arbeitsleistung haben wir 38 große Container mit Bauschutt befüllt“, erinnerte sich Kamerad Frank Hentschel an die gemeinsame Aktion.

Für die Zukunft wünschen sich die Kameraden, dass die Ebersbacher Feuerwehr noch lange Bestand haben möge.

Von René Beuckert

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