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Ebersbacher kommen trocken und als Sieger übers Wasser beim Tauzieh-Spektakel

Feuerwehr Ebersbacher kommen trocken und als Sieger übers Wasser beim Tauzieh-Spektakel

Das Ebersbacher Team ließ nichts anbrennen: Beim vergnüglichen Tauziehen auf dem Löschteich, zu dem die Etzoldshainer eingeladen hatten, setzten sie sich durch. Nicht einer nahm ein unfreiwilliges Bad. 75 Jahre Feuerwehr wurden in Etzoldshain groß gefeiert. Der Erlös des Jubiläums fließt in die Dorfchronik – denn 2018 steht die 650-Jahr-Feier an.

Etzoldshains Wehrleiter Sigurd Zocher (links) hat das Floß fest im Griff: Die Kameraden aus Ebersbach haben beim Test des wackeligen Wasserfahrzeugs gut lachen, denn sie gehen als Sieger und als einzige trockenen Fußes an Land.

Quelle: Gislinde Redepenning

Bad Lausick/Etzoldshain. Die Freiwillige Feuerwehr Etzoldshain feiert in diesem Jahr ihren 75. Geburtstag. Grund genug, am Sonnabend Freunde, Unterstützer und alle Einwohner des Bad Lausicker Ortsteils zu einem Tag der offenen Tür und zu einer bunten Feier rund um das Gerätehaus einzuladen – mit Musik, kulinarischen Genüssen und allerlei Aktionen zum Mitmachen.

Zum Gelingen trugen der Jugendclub Milchhaus, der Heimatverein und der Ortschaftsrat bei. „Das geht bei uns bewährt Hand in Hand, jeder macht mit“, erzählte Ortsvorsteher Thomas Jahn. Am Tag zuvor hatten viele Helfer beim Aufbau von Zelten und Buden angepackt, die Frauen aus dem Dorf leckere Kuchen und prächtige Torten gebacken. Carolin Klein und Agatha Zenginel vom Jugendclub hatten das Kinderschminken und die Tombola unter ihren Fittichen. „Jedes Los gewinnt“, versprachen sie. „Der Erlös wird für die Dorfchronik verwendet, die von den Mitgliedern des Heimatvereins zur 650-Jahr-Feier 2018 fertiggestellt sein soll.“

Wehrleiter Sigurd Zocher freute sich, in einer kleinen Schau modere Feuerwehrtechnik der benachbarten Wehren präsentieren zu können. Im Blickpunkt stand auch das Etzoldshainer Löschgruppenfahrzeug, das die Stadt Bad Lausick erst vor wenigen Monaten für die Wehr besorgte und das den zuletzt kaum noch zuverlässigen LO ablöste.

Manfred Hönig (SPD), stellvertretender Bürgermeister von Bad Lausick, hob in seiner Begrüßungsansprache das Engagement und die Bedeutung der Ortswehren als „Motor und zum Teil als Mädchen für alles in einem Dorf“ hervor. 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr bedeuteten lange anspruchsvolle und aufwendige Arbeit für Ausbildung, Dienste und Einsätze zum Schutz und zur Rettung von Menschen, konstruktive Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen, Kampf um Gelder für eine zeitgemäße technische Ausrüstung, fleißige Werbung um Nachwuchs und neue Mitglieder sowie viele Tausende Stunden ehrenamtlichen Schaffens.

Auf dem Löschteich lagen zwei stattliche Flöße für das Tauziehen auf dem Wasser bereit. Sechs mächtige Bierfässer, darauf Paletten und eine Platte, die ein paar kräftige Kämpfern Platz bot. „Feinste Verarbeitung“, lobten die Kameraden aus Ebersbach bei der Begutachtung: „Die haben sogar Sockelleisten.“ Die professionelle Ausführung verriet, dass die Schöpfer und Ideengeber vom Fach sind; sie haben mit Messebau zu tun. Die Ebersbacher gingen nach einer Riesengaudi als Sieger und als einzige trocken Fußes vom Platz. Weitere drei Teams, die Power Girls, das Milchhaus sowie die Feuerwehr Etzoldshain, die auf dem zweiten Platz landete, waren gut vorbereitet und mit Kleidung zum Wechseln angereist. Spontan und ohne Furcht vor tropfenden Klamotten auf dem Heimweg hatten sich die Alten Herren zusammengefunden, sie landeten zwar im Wasser, aber immerhin auf Platz drei.

Emotionaler Höhepunkt des Jubiläums war die Illumination des Teiches mit Teelichten und Fackeln bei Einbruch der Dunkelheit. „Wir saßen bis lange nach Mitternacht noch im Feuerschein zusammen“, erzählte David Jahn von der Feuerwehr Etzoldshain. „Der Erlös des Festes fällt weit größer aus als erwartet. Neben der Finanzierung der Chronik bleibt noch Geld für die Verbessrung der Ausrüstung in unserem Gerätehaus übrig.“

Von Gislinde Redepenning

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