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Geithain Edel und farbenprächtig: Mährische Strasser und Prachener Kanik in Greifenhain
Region Geithain Edel und farbenprächtig: Mährische Strasser und Prachener Kanik in Greifenhain
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22:02 13.11.2016
Ausstellungsleiter Matthias Kortenhof (r.) gratuliert bei der Taubensonderschau in Greifenhain dem strahlenden Martin Herwig aus Thüringen zu seinen Zuchterfolgen. Quelle: Gislinde Redepenning
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Frohburg/Greifenhain

Züchter aus sieben Bundesländern trafen sich am Wochenende in Greifenhain zu einer Tauben-Hauptsonderschau mit 370 Tieren, um in der Mehrzweckhalle ihre Mährischen Strasser und Prachener Kanik vorzuführen.

Ausstellungsleiter Matthias Kortenhof vom Rassegeflügelzuchtverein Bad Lausick und Umgebung bedankte sich ausdrücklich bei der Stadt Frohburg und Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) für die hervorragende Zusammenarbeit. „Wir freuen uns, die Spezialschau in einer so schönen, hellen Halle präsentieren zu können“, erklärt er. „Die Tiere sind einreihig gestellt, so kann man sie besonders gut beobachten.“

Das galt nicht nur für die interessierten Besucher, die sich zum Fachsimpeln trafen, sondern auch für die fünf Preisrichter. Frantisek Slepika reiste sogar aus Tschechien an, der Heimat der Mährischen Strasser. Nikolsburg soll die Hochburg der historischen Zuchten gewesen sein, zu deren Ahnen Feldtauben, Florentiner, Modeneser und Kropftauben zählen. Den Rassenamen bekamen die Tauben, weil sie in den böhmisch-mährischen Dörfern ihr Futter auf der „Straße“ suchten. Die ersten Tiere waren 1891, 1892 und 1894 in Hannover, Halle und Leipzig auf Ausstellungen zu bewundern.

„Ihre Farbpalette ist immens. Liebhaber mögen Zeichnungsrassen“, erklärt Kortenhof. Gehalten würden sie artgerecht in Großvolieren. Im Freiflug könne man sie kaum noch beobachten, allzu oft fingen Greifvögeln sie weg.

Zahlreiche aufwendig gestaltete und bestickte Ehrenbänder und Ehrenpreise warteten auf die erfolgreichsten der 31 Züchter aus Sachsen und Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Baden-Württemberg.

Timo Berger aus Geithain erhielt für seine blauen eine vorzügliche und für seine blau-gehämmerten Strasser eine hervorragende Bewertung. Martin Herwig aus dem thüringischen Schlotheim, der gleich für vier gelbe Strasser hervorragende Beurteilungen einheimste, war angenehm überrascht. „Ich habe meine Zucht wegen meiner Arbeit auf Montage lange eingestellt und erst vor vier Jahren wieder angefangen“, erzählt er. „Nach einer kleinen Ortsschau habe ich zum ersten Mal ausgestellt und hätte nie gedacht, dass es gleich so gut läuft.“

Gruppensieger bei den Mährischen Strassern, bewertet wurden vier Jungtiere einer Farbe beiderlei Geschlechts, wurde Gastgeber Matthias Kortenhof. Mit 386 Punkten sicherte er sich mit seinen stahlblauen Tieren gleichzeitig den Leistungspreis der Gruppe Ost vor dem Plauener Peter Falk, der 384 Zähler bekam. Das beste Einzeltier zeigte Martin Osius aus Buttstädt.

Markus Hadersbeck aus dem bayerischen Neufahrn heißt der Gruppensieger der Prachener Kanik. Das Championat für das schönste Einzeltier geht an Torsten Thomas nach Frielendorf in Hessen.

Von Gislinde Redepenning

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