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Ein Spielplatz für Hopfgarten: Neuer Verein und Eltern packen es an

Initiative Ein Spielplatz für Hopfgarten: Neuer Verein und Eltern packen es an

Wenn alles gut geht, darf während des Maibaumsetzens am 30. April geschaukelt und gerutscht werden. Bis dahin soll die Abnahme des neuen Spielplatzes erfolgt sein. Zahlreiche Hopfgartener packten am Wochenende mit an, um die Pläne von Elterninitiative und Dorfverein umzusetzen.

Beim Ausheben der Fundamente für die Spielgeräte kamen die Helfer durchaus ins Schwitzen.

Quelle: Thomas Kube

Frohburg/Hopfgarten. In Gänze fertig wurde der neue Spielplatz im Herzen von Hopfgarten noch nicht, doch brachte der Arbeitseinsatz der Dorfgemeinschaft am Sonnabend unübersehbare Ergebnisse: Die aus Baumstämmen gefügte Schaukel wurde einbetoniert, eine Reckstange installiert. Hangrutsche und Karussell werden die Anlage komplettieren, zudem mehrere Bänke.

Eine Elterninitiative, der neu gegründete Dorfverein Hopfgarten und zahlreiche Helfer packten mit zu, um ein vor vielen Monaten schon angestoßenes Vorhaben endlich umzusetzen – begleitet von den aufmerksamen Blicken der Kinder, die darauf brennen, hier bald toben zu können.

„Ich kann es kaum noch erwarten. Ich freue mich sehr“, sagte etwa Amelie (9), die selbst mit zufasste, um die Löcher für die Schaukel-Fundamente auszuheben. Ein bisschen Geduld wird sie allerdings aufbringen müssen, denn erst muss der TÜV den Spielplatz abnehmen, ehe er freigegeben werden kann. „Wir hoffen, dass das durch ist, wenn wir am 30. April zum Maifeuer einladen“, meinte Christian Fischer, Feuerwehrmann und Vorsitzender des vor Jahresfrist gegründeten Dorfvereins.

Feuerwehr und Verein: Beides ist in Hopfgarten gewissermaßen schicksalhaft miteinander verknüpft. „Vergangenes Jahr hat Frohburg unsere Feuerwehr geschlossen, die nicht zuletzt das Leben im Dorf zusammengehalten hat“, sagte Fischer. Die Gründung eines Vereins, der diese Funktion künftig übernimmt, sei unausweichlich gewesen. Inzwischen zähle das neue Bündnis an die 30 Mitstreiter, kümmere sich um das Maibaumsetzen, das jährliche Dorffest, den Weihnachtsmarkt – und eben auch um den Spielplatzbau.

Letzterer geht zurück auf eine Initiative von Eltern. Die setzen sich seit 2014 bereits dafür ein, an Stelle der vor Jahren wegen Baufälligkeit abgetragenen Spielgeräte neue aufzubauen. Ein Platz soll (wieder)entstehen, der für Kinder, Jugendliche und Ältere gleichermaßen attraktiv ist. „Als wir zu planen begannen, gab es viele Flüchtlingskinder im Dorf. Das Heim ist ja inzwischen zugemacht, doch der Bedarf für einen Spielplatz ist ja weiter vorhanden“, meinte Stephanie Stadelmann. Mit dem Dorfverein habe man einen engagierten Partner an der Seite.

Eine Spende von 1000 Euro, die die Leipziger Volksbank im Herbst 2015 für „Ein Spielplatz für alle“ gab, sei so etwas wie eine Initialzündung gewesen: Die Stadt Frohburg habe 3000 Euro draufgelegt, die Band „Sixpack+“ spielte bei einem Benefizkonzert 800 Euro ein. Familie Schmidt aus Prießnitz spendete eine Blutbuche, die Schmiede Frankenhain überarbeitete die Gestelle der Bänke, ein Geithainer Unternehmen gab Holz für neue Sitzflächen und Lehnen.

Dass der Spielplatz Sache des ganzen Dorfes ist, war am Sonnabend unübersehbar. „Wir haben jede Menge Kinder in Hopfgarten, es werden immer mehr. Deshalb brauchen wir so einen Platz“, sagte Stefanie Mätzold. Hier könne man sich treffen, die Kinder hätten die Möglichkeit, sich auszupowern.

Während dessen fürchtet der Dorfverein, die Stadt Frohburg könnte die Immobilie des ehemaligen Kindergartens in unmittelbarer Nachbarschaft verkaufen und so der Dorfgemeinschaft entziehen. Im Haus hat der Jugendklub sein Domizil, treffen sich die Sportfrauen, finden Veranstaltungen statt. Schon vor vielen Monaten habe man in der Stadtverwaltung ein Nutzungskonzept vorgelegt, sagte Christian Fischer: „Bei einem Verkauf hätten wir keine Räume mehr.“

Das wäre nach der Schließung der Feuerwehr ein weiteres Debakel. Umso wichtig sei es, dass der neue Verein die Leute zusammenbringe: „Sonst zieht sich jeder noch mehr zurück. Das kann doch nicht sein“, so Fischer weiter.

Von Ekkehard Schulreich

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