Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Ein halbes Hundert Bärtige sichert Spende für den Bad Lausicker Geschichtsverein
Region Geithain Ein halbes Hundert Bärtige sichert Spende für den Bad Lausicker Geschichtsverein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:00 08.12.2015
Lea hilft Babette Gürntke beim Durchzählen: Mehr als die geforderten 50 Weihnachtsmänner sind versammelt. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Bad Lausick

Was für ein Aufzug: Wer am Sonnabend rot sah in Bad Lausick, hatte es nicht mit den Augen. Vielmehr wurde er Zeuge einer Wette, die Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) für sich entscheiden konnte – zugunsten des Bad Lausicker Geschichtsvereins. Babette Gürntke, die mit zwei Dutzend Mitarbeitern in der Stadt einen Rewe-Markt betreibt, hatte Hultsch 500 Euro zugesagt für den Fall, dass er 50 Weihnachtsmänner auf die Beine und in den Markt bringt. Ein durchaus ambitioniertes Ziel, das zu erreichen mit vereinter Kraft gelang. Als mit Hilfe von Lea schließlich die rotbemützten Köpfe gezählt wurden, zeigte sich: Mehr als ein halbes Hundert waren aufgeboten, die Wette eingelöst.

Der symbolische Scheck wechselte prompt in die Hände des Geschichtsvereins, den der Bürgermeister ausgewählt hatte als Adressaten des Wett-Erlöses. „Was wir mit dem Geld machen, müssen wir erst im Vorstand besprechen. Ideen haben wir eine ganze Menge“, sagt Monika Löffelmann, die Vorsitzende. Viele Ideen seien aber nicht umsetzbar, wenn es an der Finanzierung fehle. Die 500 Euro seien deshalb höchst willkommen: „Wir machen damit auf alle Fälle wieder etwas Sichtbares in der Stadt.“ Ohne Entscheidungen vorgreifen zu wollen, ließ sich Löffelmann nur so viel entlocken: Es gebe Bedarf, für Kurgäste und Ausflügler einen kleinen historischen Rundgang durch die Stadt zu markieren: „Es gibt viele hübsche Stellen, die zu besichtigen sich loht. Doch die muss man kennen.“

Verbundenheit zeigen mit der Stadt, in der man zu Hause ist und/oder arbeitet, für Babette Gürntke und ihr Team war das Motivation, kurz vor dem Fest die Wette auszuloben. Eine Aktion, die sie vor Jahren schon einmal mit Hultschs Amtsvorgänger Josef Eisenmann (CDU) praktizierte. Doch dann wurde erst ein neuer Markt errichtet, wurde umgezogen, war es stressig. All das sei bewältigt, sagt Gürntke: „Wir haben die Wette deshalb jetzt neu aufgelegt und wollen sie künftig in jedem Jahr machen.“

Michael Hultsch will dafür gern zur Verfügung stehen. Dass der Geschichtsverein diesmal die Zuwendung erhielt, hat für ihn einen plausiblen Grund: Der Verein, der sich um die Stadthistorie und um das Kur- und Stadtmuseum bemühe, agiere eher im Hintergrund. Erst im November hatte der Verein die Restaurierung des Denkmals für die Toten des Ersten Weltkrieges möglich gemacht. „Ein Engagement, das verdient, in den Fokus gerückt und unterstützt zu werden.“

Von Ekkehard Schulreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nikolaustag und „Riff“-Geburtstag: Beides wird in Bad Lausick seit Jahren gemeinsam gefeiert. 40 Mädchen und Jungen hatten Nikolausstiefel gestaltet, und zum 20. Geburtstag schnitt Betriebsleiterin Annett Koza eine große Torte an.

08.12.2015

Die drei Jahrhunderte sieht man dem Steinbacher Barockbau an: Herrensitz lange Zeit, zuletzt Schule, jetzt Treff der Dorfgemeinschaft. Groß ist der Investitionsstau, die Stadt Bad Lausick als Eigentümer allein überfordert. Die erste Schlossweihnacht wollte jetzt für die Zukunft des Ensembles werben.

07.12.2015

Thomas Schmidt stärkte am Montag den Bauern in Grimma den Rücken: „Schauen Sie sich die schmucken Dörfer an. Das sind blühende Landschaften.“ Jeder neunte Arbeitsplatz tangiere die Landwirtschaft, sagte Sachsens Landwirtschaftsminister auf einer Fachtagung mit Podiumsdiskussion in Nimbschen.

07.12.2015
Anzeige