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Geithain Ein neuer Bau für Frohburgs "Schlaufüchse"
Region Geithain Ein neuer Bau für Frohburgs "Schlaufüchse"
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16:46 06.08.2010
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. Der Neubau in der Innenstadt, in den auch der gemeinsame Speisesaal von Grund- und Mittelschule integriert ist, wurde am Freitagnachmittag feierlich übergeben. Exakt zum Termin, denn ab Montag werden hier die ersten Hortkinder betreut.

„Ich bin glücklich. Ich kann es kaum erwarten, dass am Montag die Kinder herkommen", sagte Valeria Orban, die Hortleiterin der „Schlaufüchse". Die Erwartungen sind auf Seiten der Mädchen und Jungen mindestens ebenso groß, verfolgten viele doch das Baugeschehen aus nächster Nähe oder sahen sich – wie die Kinder, die das Eröffnungsprogramm gestalteten – längst schon in dem Neubau um. „Die Gruppenräume sind viel größer als in der Grundschule", waren sich Laura Kinne und Jessica Neuke einig. „In dem großen Essenraum gibt es kein Gedränge", war Nina Zappe sicher. Über den Balkon freute sich Sarah Mittmann, über den Kuschelraum Sarah Bornemann-Richter. Mieke Guckeland hatte es das Computerzimmer angetan. Was der Neubau darüber hinaus noch zu bieten hat, davon machten sich die Festgäste bei einem Rundgang ein Bild. Sie staunten. „Bezogen auf die Familienfreundlichkeit hat Frohburg ein hohes Niveau. Die Stadt hat unwahrscheinlich viel investiert", zollte Thomas Pfeifer, der Jugendamtsleiter des Landkreises Leipzig, Anerkennung.

„Es ist Wahnsinn, in welch kurzer Zeit die Idee eines Hortneubaus verwirklicht wurde", meinte Bürgermeister Wolfgang Hiensch. Dass der Hort an seine Kapazitätsgrenzen stieß, zeichnete sich schon nach der Jahrtausendwende ab. Doch erst wollte die Stadt die Zukunft ihrer Mittelschule sichern, um nicht ein im schlimmsten Falle entbehrliches Gebäude zu bauen. 2008 kam dem Stadtrat zupass, dass eine Frohburgerin das geeignete Grundstück in Schulnähe anbot. Im März 2009 gab es Baurecht, „aber im Haushalt hatten wir von den veranschlagten 2,5 Millionen Euro keinen Cent", so Hiensch. Der Landkreis steuerte schließlich 400 000 Euro bei, die Stadt 100 000. Der Bau begann. „Der Stadtrat übernahm ein hohes Risiko, doch das war richtig." Über drei Förderprogramme konnte die Stadt Gelder beschaffen, musste aber erst einmal in Vorkasse gehen. „Dafür haben wir in Summe die höchste Förderung geholt, die in Sachsen möglich ist: rund 65 Prozent", meinte der Bürgermeister. In Kürze erwarte die Stadt einen Bescheid der Sächsischen Aufbaubank über die Aufstockung der Stadtumbau-Gelder, um die Investition zu refinanzieren. Auf diese Weise hat des Frohburg sogar geschafft, ohne die Aufnahme eines Kredits den Hort zu bauen, der letztlich „nur" knapp 2,3 Millionen Euro kostete.

„Das hat ne Menge Nerven gekostet", bekannte Wolfgang Hiensch gestern. Er machte seiner Verwaltung, der Oberbauleiterin Sabine Müller, die schon den Turnhallen-Neubau in der Hand hatte, und den Baufirmen ein Kompliment. Möglicherweise können sie nicht lange ruhen, denn eine neue Krippe stehe für Prießnitz auf der Agenda. „Ab heute haben unsere Schlaufüchse einen wunderschönen Fuchsbau", sagte Valeria Orban. Wer sich davon überzeugen möchte, hat bei einem Tag der offenen Tür wahrscheinlich im September ausreichend Gelegenheit.

 

Ekkehard Schulreich

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