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Geithain Ein- und Zweispänner am Start bei Turnier
Region Geithain Ein- und Zweispänner am Start bei Turnier
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20:00 12.08.2018
Fahrer Lars Krüger, sein Pferd und die Beifahrerin legen sich zu dritt in die Kurve, um sie so eng wie möglich zu fahren. Quelle: Foto: Julia Tonne
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Frohburg

Rasant prescht Stute Ria um die Kurve, nimmt elegant die enge Biegung, galoppiert zum nächsten Punkt des Hindernisses und darf sich nach gelungener Ausfahrt einige hundert Meter im Trab erholen, bis das nächste Hindernis wartet. Das Gespann Ria mit Fahrer Andy Rudolph und Beifahrerin Anja Viehweger war am Wochenende eines von insgesamt 35, die für das Fahrturnier in Frohburg gemeldet waren.

Ein- und Zweispänner am Start

Allerdings hatte der ausrichtende Reit- und Fahrverein Greifenhain nicht nur Einspänner zugelassen, sondern auch Zweispänner für Pferde und Ponys.

Bei der Geländefahrt gilt es, den Parcous in bestimmter Zeit und ohne Strafpunkte zu absolvieren. Quelle: Julia Tonne

Drei verschiedene Disziplinen hatten die Gespanne an zwei Tagen zu absolvieren. Während am Sonnabend Dressur und Kegelfahren anstanden, ging es gestern ins Gelände und um Hindernisse. „Alle Anspannungsarten müssen alle Aufgaben fahren“, erklärte Turnierleiter Thomas Trinks. Allerdings gebe es leichte Variationen unter anderem bei den Hindernissen und bei der Dressur, denn mit Ponys seien unter anderem engere Kurven zu fahren als mit Warmblütern.

Fahrer Andy Rudolph mit seiner Frau Anja Viehweger, Tochter Lena und Pferd Ria. Quelle: Julia Tonne

Stefanie Scholz – beim diesjährigen Turnier Vizemeisterin – sitzt seit Jahren schon auf dem Wagen hinter ihren zwei Pferden. Die beiden Vierbeiner passen gut zusammen, „und eben das ist auch extrem wichtig,“ macht Scholz deutlich. Denn die zwei müssen sich aufeinander verlassen können, ungefähr das gleiche Schrittmaß haben und auch noch optisch harmonieren. Der Aufwand, den die Fahrer für die Teilnahme an einem solchen Turnier betreiben, ist immens. Allein mit dem Verladen der Pferde und dem Einpacken der Geschirre ist es bei weitem nicht getan. Mehrere Wagen müssen ebenfalls mit – geputzt und mehr als fahrtüchtig.

Hohes Tempo bei Geländefahrt

So hat jeder Starter einen Wagen für die Dressur und das Kegelfahren sowie einen zweiten für das Gelände. „Der fürs Gelände ist aus Stahl, tiefer und schmaler, außerdem überall gebremst, wo es nur geht“, erklärt Rudolph. Schließlich gehe es damit in einem „Affenzahn“ durch Waldstücke und über Felder. Der Wagen für die Dressur sei vor allem eines: schick. Bei dieser Disziplin komme es nicht nur darauf an, Bahnfiguren wie Zirkel und Volten in Perfektion zu fahren und verschiedene Tempi innerhalb der einzelnen Gangarten zu zeigen, sondern eben auch auf dem Gesamteindruck.

Fahrerin Stefanie Scholz und Beifahrer Rondo Zimmermann kurz vor dem Start. Quelle: Julia Tonne

Für Karl-Heinz Lange und Linda Trinks von der Meldestelle ist die Teilnehmerzahl beeindruckend hoch. Allerdings schreiben sie das auch dem Umstand zu, dass es in Sachsen kaum hochrangige Fahrturniere gebe. „Genau deshalb bin ich hier, kaum ein Verein richtet solche Turnier aus“, begründet Fahrer Thomas Rodewohl seine Teilnahme. Und auch Rudolph sieht den Fahrsport „etwas stiefmütterlich behandelt“.

Was sicherlich auch daran liegt, dass für den Veranstalter die Herausforderung groß sei, ein solches Ereignis auf die Beine zu stellen. Immerhin brauchen die Gespanne viel Platz – schon, um die Geländefahrt absolvieren zu können. „Zudem sind am Wochenende mehr als 50 Helfer vor Ort“, betont Lange. Unter ihnen sind auch Günter Dost, Beauftragter der Landeskommission, der die Wertungen im Blick hat, und Tierärztin Dr. Ulrike Filzek. Sie kontrolliert nicht nur die Pässe und Impfungen der Pferde, sondern auch Atmung und Herzschlag, wenn die Gespanne nach einer Aufwärmphase eine Zwangspause einlegen müssen.

Das Rennen machte in diesem Jahr Carola Slater-Diener, dritter wurde Ehemann William Slater.

Von Julia Tonne

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