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Geithain Einbrecher in Geithain tappen in Fotofalle: Polizei nimmt gewalttätigen Dieb in Borna fest
Region Geithain Einbrecher in Geithain tappen in Fotofalle: Polizei nimmt gewalttätigen Dieb in Borna fest
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17:20 17.11.2016
Polizisten haben in Borna einen Einbrecher am Donnerstagmorgen auf frischer Tat ertappt. Quelle: dpa (Archiv)
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Landkreis Leipzig

Einen Einbrecher stellte die Polizei am Donnerstagmorgen in Borna. Der 36 Jahre alte Deutsche war gegen 4 Uhr gewaltsam in eine Gaststätte eingedrungen, hatte eine Kassette mit Geld an sich genommen. Beim Verlassen des Gebäudes wurde er von Beamten bemerkt und verfolgt. Der Mann, der einen Teleskop-Schlagstock mit sich führte, setzte Reizgas ein, konnte die Polizisten aber nicht abschütteln. Sie nahmen ihn fest; er soll einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der Mann sei aufgrund von Eigentumsdelikten bereits polizeibekannt, sagte Maria Braunsdorf von der Pressestelle der Polizeidirektion Leipzig der LVZ. Er habe ein als gestohlen gemeldetes E-Bike bei sich gehabt. Möglicherweise habe er auch einen Komplizen; das sollten die weiteren Ermittlungen ergeben.

Die Frage stehe natürlich im Raum, ob der Tatverdächtige auch für weitere Einbrüche der vergangenen Tage und Wochen in der Region in Frage komme, so Braunsdorf: „Sobald wir Anzeichen dafür finden, dass es so sein könnte, werden wir das selbstverständlich prüfen.“

Seit Anfang November häufen sich Meldungen über Einbrüche in den Kommunen des Landkreises Leipzig. Die Kriminellen kommen in der Dämmerung, brechen bevorzugt Eigenheime auf, durchsuchen Häuser nach Geld, Schmuck, Heimelektronik. Sie nutzen die Abwesenheit der Eigentümer tagsüber oder an den Wochenenden. Mitunter ist nicht nur ein Eigenheim in einem Ort betroffen, sondern die Täter schlagen mehrfach zu, so geschehen in Geithain, in Zedtlitz, im ländlichen Raum der Großstadt Leipzig. Aber auch im Altkreis Muldental. Gemeldet wurden in den vergangenen Tagen Einbrüche unter anderem auch aus Rötha, aus Nenkersdorf, aus Borna. Betroffen sind ebenso Geschäfte und Unternehmen.

Weil sie die Menschen in Unruhe versetzen, kam das Thema am Dienstag auch in der Geithainer Stadtratssitzung zur Sprache. In Geithain waren gleich drei Häuser angegriffen worden, in zwei der Fälle verschafften sich die Täter durch das Aufbrechen der Terrassentüren Zutritt, in einem durch das Einschlagen der Schlafzimmerfenster-Scheibe. Auf einem der Grundstücke wurden die Täter offenbar durch eine Fotofalle erfasst. Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) konnte zum Stand der Ermittlungen begreiflicherweise nichts sagen. Er verwies auf die Polizei.

„Es trifft zu, dass eine Wildkamera zufällig Verdächtige der Geithainer Einbrüche erfasste. Die Polizei ist dabei, das Material zu sichten und für eine mögliche Feststellung von Identitäten zu nutzen“, sagt Polizeisprecher Uwe Voigt. Wenn es zielführend erscheine, werde man die Bilder gegebenenfalls auch für eine öffentliche Fahndung in den Medien nutzen.

Dass die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Eigenheime vor allem in Leipzig steige, hatte Polizeipräsident Bernd Merbitz vor wenigen Tagen in der LVZ bestätigt. Anders als bei Wohnungseinbrüchen, wo es oft um Beschaffungskriminalität durch Einheimische gehe, seien im Falle von Eigenheimen verstärkt Banden ausländischer Krimineller am Werk. 56 Prozent dieser Einbrüche würden von Rumänen durchgeführt, sieben Prozent von Georgiern und vier Prozent von Albanern beziehungsweise Serben. Die Leipziger Polizei hat zur Aufklärung dieser Einbrüche 120 Beamte abgestellt, die sich schwerpunktmäßig um diese spezielle Form der Kriminalität kümmern. Das, sagt Uwe Voigt „tun sie natürlich nicht nur innerhalb der Stadt“. Er hoffe deshalb auch im Landkreis mit baldigen Ergebnissen dieser forcierten Ermittlungsarbeit.

Von Ekkehard Schulreich

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