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Geithain Eingliederung: Stadtrat von Kohren-Sahlis entscheidet sich für Frohburg
Region Geithain Eingliederung: Stadtrat von Kohren-Sahlis entscheidet sich für Frohburg
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16:11 01.03.2017
Das Ortsschild von Kohren-Sahlis. Der Stadtrat hat Dienstagabend für eine Eingliederung der Kommune nach Frohburg gestimmt.   Quelle: Jens Paul Taubert
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Kohren-Sahlis

 Der Stadtrat von Kohren-Sahlis hat sich für eine Eingliederung nach Frohburg entschieden. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Gremium Dienstagabend. Punkt 20 Uhr war die Sache klar: Mit 13 Stimmen dafür bei zwei Gegenstimmen votierte der Stadtrat dafür, die Eingliederungsverhandlungen mit Frohburg wieder aufzunehmen – „mit dem Ziel die Gemeindeeingliederung zum 1. Januar 2018 fortzuführen und abzuschließen“. Vor der Einwohner-Fragestunde zeigte Kohrens Stadtchef Siegmund Mohaupt (CDU) eine 40-minütige Präsentation der jeweiligen Argumente. Eine neuerliche Debatte oder Statements von Stadträten gab es nicht. In der Einwohnerfragestunde mahnten unter anderem mehrere Bürger die Einhaltung der Befragung von 2015 an. Damals hatte sich eine klare Mehrheit derer, die sich daran beteiligten, für Frohburg ausgesprochen. Knapp 50 Besucher verfolgten die Abstimmung, darunter Stadträte aus Geithain und Frohburg sowie die Bürgermeister beider Kommunen – aus Geithain Frank Rudolph (UWG) und aus Frohburg Wolfgang Hiensch (BuW).

Mit Frohburg ist die Stadt Kohren-Sahlis nicht nur kulturell eng verbunden. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Kommunen ist über Jahre gewachsen. Das betrifft zum Beispiel die Kooperation der Grundschulen, das gemeinsame Standesamt, eine abgestimmte Tourismuspolitik, die Übernahme der Kohrener Bibliotheksmitarbeiterin. Als die Eingliederung Kohrens konkret wurde, war Frohburg folgerichtig der (erste und lange einzige) Adressat für Gespräche. Ende Januar 2015 beschloss das Kohrener Parlament bei einer Enthaltung, die Sache anzugehen. Eine Bürgerbefragung via Amtsblatt bestärkte das.

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe stellte sich der Mammutaufgabe, die Wege für eine Fusion zu ebnen. Ein Prozess, den beide Seiten lange auf Augenhöhe führten. Doch im Sommer 2016 verdichteten sich Misstöne. Ein Punkt blieb die (Personal-)Frage des Fremdenverkehrsverbandes, ein zweiter wurde der Brandschutzbedarfsplan, den Frohburg für beide Städte erarbeitet hatte und der im Kohren-Sahliser Rat durchfiel. Die Bitte Kohrens um Unterstützung für das Bauamt und die Zerwürfnisse beider Partner ermutigten die Stadt Geithain, sich als ebenfalls attraktiver Partner ins Gespräch zu bringen. Geithain unterbreitete ein eigenes Angebot. Frohburg dagegen forderte die Kohrener Parlamentarier auf, sich bis zum 28. Februar dieses Jahres zu bekennen, ob ein Zusammengehen mit Frohburg zum Jahresbeginn 2018 noch gewünscht sei - oder nicht.

Von Ekkehard Schulreich

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