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Geithain Einsatz in Rüdigsdorf: Flammen lodern erneut auf
Region Geithain Einsatz in Rüdigsdorf: Flammen lodern erneut auf
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14:26 10.01.2018
Hausbrand in Rüdigdorf - Groitzsch Einsatz waren die Wehren aus Kohren, Frohburg, Geithain und Penig - die Strasse nach Pflug/Altmörbitz war während der Löscharbeiten gesperrt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg/Rüdigsdorf

Er wollte das Fachwerkhaus der Großeltern im Frohburger Ortsteil Rüdigsdorf zu seinem Lebensmittelpunkt machen. Doch kurz vor dem Umzug machte ein Großbrand alle Pläne zunichte: Flammen zerstörten am Dienstagnachmittag den gesamten Dachstuhl des historischen Gebäudes, das der junge Mann in den vergangenen Monaten umgebaut und hergerichtet hatte.

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Hausbrand in Rüdigdorf: Das Feuer zerstört große Teile des Dachstuhls und der darunter liegenden Wohnbereiche. Die Strasse nach Altmörbitz war während der Löscharbeiten gesperrt.

Das Feuer loderte am Mittwochmorgen erneut auf. Nach dem Großeinsatz zahlreicher Feuerwehren vom Tag zuvor rückten am Mittwoch, 4 Uhr, die Kameraden aus Kohren-Sahlis und Frohburg wiederholt aus und eilten an den Brandort. „Glutnester hatten dafür gesorgt, dass das Feuer noch einmal aufflammte“, sagte der Frohburger Stadtwehrleiter Heiko Mühling. Um auf Nummer sicher zu gehen, habe man nach dem Ablöschen bis zum Hellwerden eine Brandwache installiert.

Am Vormittag dann nahm der Brandursachen-Ermittler der Polizei seine Tätigkeit auf. „Er ist noch im Einsatz. Ein Ermittlungsergebnis liegt noch nicht vor“, sagte Susen Stöhr von der Pressestelle der Polizeidirektion Leipzig am Nachmittag.

„Eine schlimme, eine traurige Sache“ sagte Konrad Steglich, einstiger Kohren-Sahliser Bürgermeister mit Blick auf die Zerstörung des Gebäudes in Nähe von Rüdigsdorfer Gut und Kirche. „Die Rüdigsdorfer helfen einander in schwierigen Situationen“, sagt er, der nur wenige Schritte von dem betroffenen Anwesen wohnt. Um in diesem Fall eingreifen zu können, müsse man aber erst einmal die Situation klären und erfahren, wo konkret Unterstützung benötigt werde. Dass auch die Kommune den Betroffenen in solch einer Situation nach Möglichkeit zur Seite stehe, bestätigte Siegmund Mohaupt, bisher Bürgermeister, jetzt Ortsvorsteher von Kohren-Sahlis.

Der Umfang der Schäden an dem Fachwerkhaus lässt sich noch nicht abschließend beurteilen oder gar beziffern. Nicht nur das Feuer, auch das Löschwasser setzte der Bausubstanz erheblich zu. Der Einsatz selbst habe gut funktioniert, resümiert Heiko Mühling: „Als wir eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach. Wir brauchten sofort zusätzliche Einsatzkräfte und konnten sie zügig nachfordern.“ Dank der Frohburger Drehleiter habe die Brandbekämpfung gezielt auch von oben erfolgen können. Mit der Bereitstellung des Löschwassers habe es keine Probleme gegeben.

Von Ekkehard Schulreich

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