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Einsiedels persönlich führen Besucher auf Burg Gnandstein

Einsiedels persönlich führen Besucher auf Burg Gnandstein

Wer ab 23. September das Museum Burg Gnandstein besucht, kann dann ab und an auf die „lebendigen" Hanns und Elfriede von Einsiedel treffen. Denn das Leben und Wirken der damaligen Museumsgründer soll in Form von Sonderführungen künftig in etwa vierteljährlichen Abständen überaus bildhaft vorgestellt werden.

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Hanns und Elfriede von Einsiedel, dargestellt von Antje Kranstöver und Michael Kreskowsky, führen künftig Besucher der Burg Gnandstein.

Quelle: Jens Paul Taubert

Gnandstein. Die Vorbereitungen dafür laufen derzeit auf Hochtouren.

Auch jetzt schon können Besucher mitunter den beiden begegnen. Denn es wird fleißig geübt, um schon zur Premierenführung am besagten 23. September optimal zu agieren. „Die goldenen 20er auf Burg Gnandstein" sollen dann ins Blickfeld gerückt werden. „Wir zäumen das Pferd geschichtlich mal von hinten auf", schmunzelt Museologe Falk Schulze. Und das durch Geschichten aus dem Leben der Museumsgründer, die Antje Krahnstöver und Michael Kreskowsky verkörpern. Die 41-jährige Kohren-Sahliserin, beim Schlösserland angestellt, wirft sich dabei in ein extra geschneidertes stahlblaues Kostüm und eine apricotfarbene Bluse, mit dem entsprechenden Hut und Geschmeide der damaligen Zeit ergänzt. Ihr Gatte Hanns wird vom 33-jährigen Kreskowsky, einem freien Mitarbeiter der Schlösserverwaltung, zum Leben erweckt. „Das ist – vom Zeitabschnitt her gesehen – mal wieder eine ganz neue Herausforderung. Aber ich freue mich drauf", kommentiert der Kriebsteiner, der bei Führungen sonst eher in mittelalterliche Rollen schlüpft.

Was bei diesen Sonderführungen passiert? Die einstigen Burgbesitzer begrüßen ihre Gäste mit Musik im romanischen Palas, wobei der Herr des Hauses Proben seines Könnens am Klavier abgibt. Sie stellen dann solche Teile des Museums vor, die in dieser Zeit besonders wichtig waren, vom besagten Palas über die Kapelle bis zur Empore, in der Hanns von Einsiedel 1929 für die Geburtsstunde eines Museums in der altehrwürdigen Feste Gnandstein sorgte. Schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts aber gab es Führungen durch die Burg. „Da die goldenen 20er gar nicht so golden waren, mussten sich auch die damaligen Burgbesitzer etwas einfallen lassen, um das Geld zum Erhalt ihrer Besitztümer aufzubringen. So baute man auch auf Führungen", weiß Schulze. Im Museum stellte Hanns von Einsiedel damals zum Beispiel eine Trachtensammlung seiner Frau, Waffen und Kleidung oder Zinngegenstände der Öffentlichkeit vor. In diesem Zusammenhang ruft das Team der Burg Gnandstein Bürger, die vielleicht noch Fotomaterial aus dieser Zeit von diesem Ort haben, auf, diese leihweise zur Verfügung zu stellen.

Anschließend führt der Weg zur Grablege der Familie in die spätgotische Dorfkirche Gnandsteins. „Dort wird die Orgel gespielt, ist Interessantes zu Kirche und Familiengeschichte zu erfahren. Denn es gab schon früher enge Verbindungen zwischen Burg und Kirche. So heiratete unter anderem der Bruder von Hanns von Einsiedel die Gnandsteiner Pfarrerstochter", benennt Schulze eine Begebenheit. Zum Abschluss der gut zweistündigen Führung gibt es im Pfarrhaus Kaffee und Gebäck. „Wir hoffen, dass diese neue Führung ein Zugpferd wird und weitere Bürger zu einem Besuch der Burg lockt", so Schulze. Damit der Besucherstrom vielleicht noch etwas wächst. Bis Ende Juli wurde in etwa die gleiche Besucherzahl wie im Vorjahr erreicht, wo am Ende knapp 24 000 Gäste gezählt wurden.

Inge Engelhardt

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