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Geithain Eiserne Hochzeit: Luzia und Werner Curth aus Flößberg feiern ihr Jubiläum
Region Geithain Eiserne Hochzeit: Luzia und Werner Curth aus Flößberg feiern ihr Jubiläum
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00:18 03.06.2017
Die diamantene Hochzeit vor fünf Jahren konnten Luzia und Werner Curth noch unbeschwert feiern. Am Mittwoch ist ihre eiserne Hochzeit. Quelle: privat
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Frohburg/Flößberg

Vor 65 Jahren, am 31. Mai 1952, schlossen Luzia und Werner Curth aus Flößberg den Bund fürs Leben. Noch immer sind sie Tag für Tag zusammen, doch gefeiert wird die Eiserne Hochzeit mit der ganzen Familie – in einem Pflegeheim in Borna. Werner, der 88-Jährige, lebt seit kurzem in dieser Obhut. „Ihn zu Hause zu betreuen, das haben wir irgendwann einfach nicht mehr geschafft“, sagt seine Frau (85): „Ich fahre aber jeden Tag zu ihm. So sind wir weiter zusammen.“ Feiern wird sie deshalb auch das besondere Ehe-Jubiläum, auch wenn sie es sich anders vorgestellt hatte: Zur diamantenen Hochzeit vor fünf Jahren waren schließlich beide noch in guter Verfassung.

In den Nachkriegsjahren war es, dass Werner Curth, aufgewachsen in Großenhain, und Luzia, die mit ihrer Familie die Heimat Schlesien hatte verlassen müssen, begannen, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. In Flößberg hatte Luzias Mutter eine Neubauern-Stelle erhalten. Das Dorf wurde Lebensmittelpunkt für das junge Paar. Werner, gelernter Flugzeugbauer, arbeitete vier Jahrzehnte in Espenhain: als Schichtmeister, Technologe in der Schwelerei, hatte zuletzt die Rohrwerkstatt unter sich. Hier fand auch seine Frau, gelernte Köchin und eine Zeit lang Erzieherin im Flößberger Kindergarten, bis zur Wende ihr Auskommen.

In seiner Freizeit widmete sich Werner Curth, der Schlagzeug, Akkordeon, Keyboard beherrschte, der Musik, später auch gemeinsam mit Sohn Hans-Joachim. „Auf dem Lerchenberg in Bockwitz war er 16 Jahre lang fast jedes Wochenende und spielte zum Tanz“, erinnert sich seine Frau, und viele Ältere erinnerten sich ebenso daran. Außerdem spielte er gern bei Hochzeiten und anderen Feiern. Und er galt in Flößberg als friedensstiftend: In der Schiedskommission, mit heutigen Friedensrichtern vergleichbar, bemühte er sich um die Schlichtung von Konflikten.

Die größte Freude des Paares sind Tochter Angelika und Sohn Hans-Joachim, sind die vier Enkel und inzwischen vier Urenkel. Die Familie lebt in der Südleipziger Region, hält zusammen. „Unseren Vater nicht mehr zu Hause zu betreuen, war keine leichte Entscheidung. Wir haben alle gemeinsam überlegt. Doch für Mutti war es nicht mehr zu schaffen, und wir Kinder gehen ja noch arbeiten“, sagt Angelika Schlichter. Luzia überbrückt die räumliche Entfernung zu ihrem Mann, indem sie auf Achse ist. „Gemeinsam sind wir in den sechseinhalb Jahrzehnten durch dick und dünn gegangen. Das zählt“, sagt sie. Und weiß noch, wie sich Werner freute, als es – Jahre nach der Wende – ein erstes und einziges Treffen der Flugzeugbau-Lehrlinge von damals in Großenhain gab: „Er freute sich, die Bekannten aus seiner Jugendzeit wiederzusehen, und er zeigte mir die Werkstatt, in der er damals gelernt hat.“

Von Ekkehard Schulreich

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