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Eltern in Niedergräfenhain sind besorgt

Eltern in Niedergräfenhain sind besorgt

Nicht nur auf der Autobahn 72 rollt der Verkehr ab morgen Nachmittag, sondern ganz gewiss auch zu den Anschlussstellen hin. Angst davor haben Niedergräfenhainer Eltern, denn ihre Kinder haben weder Überweg noch Ampel, um die Bundesstraße 7 im Ort zu überqueren.

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Ein Rad- und Fußweg soll zwischen Niedergräfenhain und Geithain entstehen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Auch der Radweg nach Geithain fehlt nach wie vor. Doch zumindest das Planfeststellungsverfahren dafür läuft jetzt.

 

 

"An der Bushaltestelle in Niedergräfenhain muss ein Fußgängerüberweg für die Kinder her", das steht für Mario Frommhold fest. Er sitzt für die CDU im Geithainer Stadtrat, wohnt in Niedergräfenhain und ist selber Vater von drei Kindern. Als er schon einmal auf diesen Überweg gedrungen hatte, fand eine Verkehrszählung statt - und ergab zu wenige Fahrzeugbewegungen. Natürlich mache eine solche Zählung erst nach der Eröffnung der Autobahn Sinn, kann Frommhold das nicht verstehen. Die Bushaltestelle in dem Geithainer Ortsteil liegt unmittelbar an der Bundesstraße 7, dort steigen die Kinder in den Schulbus nach Geithain beziehungsweise kommen nach Schulschluss an, müssen mindestens einmal die Straße überqueren. Doch direkt hinter dem Ortsausgang liegt die Autobahnauf- und Abfahrt Geithain. "Vor allem die großen LKW ziehen hier drauf", erwartet der Stadtrat. Der Verkehr aus dem Rochlitzer Raum werde hier zur Autobahn fahren. "Mitte September sollte eine Verkehrszählung in Niedergräfenhain stattfinden", fordert Mario Frommhold. Dann müssten schnell die Weichen für einen Überweg gestellt werden.

 

 

An der Bundesstraße in Niedergräfenhain gäbe es viele Baumängel, erklärte Geithains Bauchefin Kerstin Jesierski Dienstagabend im Technischen Ausschuss. Wenn das Landesamt für Straßenbau und Verkehr sie ins Auge fasst, sollte die Kommune entsprechende Wünsche einbringen, erklärte sie. Gabi Sporbert (CDU) hatte nach einer Querung gefragt, denn der angedachte Radweg wird am Ortseingang enden.

 

 

Das Planfeststellungsverfahren sei ein wesentlicher Meilenstein, erklärte Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU). "Wir wünschen uns schon, dass spätestens 2014 gebaut wird. Jetzt wird die Autobahn freigegeben und das Verkehrsaufkommen wird sich erheblich erhöhen."

 

 

Das Landesamt hat noch keinen Baustart benannt, umfangreicher Grunderwerb ist für den Weg erforderlich, deshalb könnte sich das Planverfahren in die Länge ziehen. Veranschlagt ist dann eine Bauzeit von acht Monaten. Der Weg soll abschnittsweise entstehen, sein Bau den Verkehr kaum beeinträchtigen. Von Geithain in Richtung Niedergräfenhain linksseitig wird ein Geh- und Radweg entstehen, nicht überall unmittelbar an der Fahrbahn. Er soll knapp 1,6 Kilometer lang und 2,50 Meter breit werden, mit Banketten rechts und links. "Wir fordern mindestens einen bituminösen Ausbau", hielt Jesierski fest. Den Bau sowie die spätere Unterhaltung des Weges zahlt komplett der Bund.

 

 

Die Planungsunterlagen füllen einen dicken Aktenordner, noch bis einschließlich 4. September liegen sie in Zimmer 110 des Geithainer Rathauses für jedermann zur Einsicht aus.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.08.2013

Inge Engelhardt

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