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Eltern müssen in Frohburg für Kinder-Betreuung mehr zahlen

Gestiegene Betriebskosten Eltern müssen in Frohburg für Kinder-Betreuung mehr zahlen

Eltern, die ihre Sprösslinge in einer der zehn kommunalen Frohburger Kindereinrichtungen betreuen lassen, müssen dafür künftig mehr bezahlen. Der Stadtrat beschloss bei einer Gegenstimme eine Anhebung, die, so Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW), immer noch drastisch sei, gleichwohl man nicht bis an das Maximum gehe. Grund sind die steigenden Betriebskosten 2014.

Eltern, die ihre Sprösslinge in einer der zehn kommunalen Frohburger Kindereinrichtungen betreuen lassen, müssen dafür künftig mehr bezahlen.

Quelle: dpa

Das Land Sachsen erhöht zwar nach vielen Jahren der Stagnation seine Zuschüsse schrittweise. Die würden allerdings "weitgehend im gleichen Maße" durch gesetzliche Änderungen des Betreuungsschlüssels und durch steigende Personalkosten aufgezehrt. Die neuen Elternbeiträge sollen ab 1. Januar 2016 gelten.

Das sind die Zahlen: Neun Stunden Krippe kosten monatlich künftig 199 Euro, eine Steigerung um 14 Euro. Neun Stunden Kindergarten werden zwölf Euro teurer und kosten nun 107 Euro. Für sechs Stunden Hort sind 66 Euro zu zahlen (plus elf Euro). Das sei der Preis, um eine Kinderbetreuung in hoher Qualität bieten zu können, sagte Hiensch. Dabei sei angesichts der Kostenentwicklung gar nicht absehbar, wie lange diese neuen Sätze überhaupt Bestand hätten.

Zwischen 2011 und 2013 waren die Elternbeiträge konstant geblieben. Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst verursacht der Kommune im laufenden Jahr allerdings bereits 173.000 Euro zusätzlicher Ausgaben; im nächsten Jahr sind es 148.000 Euro. Diese Summen sind in die aktuelle Kalkulation nicht eingepreist. Die Chancen zu sparen nannte Hiensch gering: "Das würde zu Lasten der Kinderbetreuung gehen und zur Vernachlässigung der Einrichtungen führen."

In der Kritik am Freistaat stimmte Siegfried Runkwitz (Linke) mit dem Bürgermeister überein. Die Politik schmücke sich mit höheren Zuschüssen, doch die Realitäten seien andere. Er könne allerdings die Beitragserhöhung nicht mittragen: "Es trifft junge Leute, die am Anfang stehen, die noch nicht viel verdienen." Es werde den falschen Leuten in die Tasche gegriffen.

Wolfgang Hiensch widersprach dem insofern, dass die vorgeschlagene Erhöhung "eine gewisse Ausgewogenheit den anderen Steuerzahlern gegenüber" darstelle. Eine weiterreichende Subventionierung der Kindereinrichtungen hätte andererseits zum Beispiel eine Erhöhung der Steuern zur Konsequenz. Außerdem: "Die sozial Schwachen bekommen die Beiträge bis zu 100 Prozent vom Staat." Die Betreuung in den Frohburger Kindereinrichtungen habe ein anerkannt hohes Niveau. Das müsse man bei allen Überlegungen einbeziehen, meinte Eberhard Schneidenbach (Linke). Thomas Kratz (BuW/BIE) bekräftigte das: "Die Einrichtungen sind top in Schuss. Das hat seinen Preis."

Ekkehard Schulreich

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