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Geithain Endlich Klarheit für Frohburger Eltern
Region Geithain Endlich Klarheit für Frohburger Eltern
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20:50 11.08.2011
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. Das erklärte jetzt auf LVZ-Nachfrage Silke Dinger, Pressesprecherin der zuständigen Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH. Wie berichtet, haben die Familien bis heute noch keinen Bescheid dazu.

„Leider erhalten die Eltern und Kinder erst in den nächsten Tagen den Bescheid", räumte die Sprecherin ein. Bei der Bearbeitung habe es Probleme mit dem verwendeten Computerprogramm gegeben, sodass es nicht möglich gewesen sei, diese Sonderfälle standardisiert zu bearbeiten. Dinger: „Wir bedauern sehr, dass die Kinder und Eltern erst jetzt informiert werden können."

Die Nerven von Müttern und Vätern liegen blank – heute in einer Woche ist letzter Ferientag vor dem Schuljahresstart. Wie ihre Kinder nach Rochlitz zum Unterricht kommen, wissen sie aber noch nicht. Bislang wurden die Schüler problemlos mit Kleinbussen direkt nach Rochlitz und zurück gefahren, nun pocht der Verkehrsverbund Mittelsachsen, wie berichtet, auf der Wahl der „nächstgelegenen Schule".

Die Regelung, dass die notwendigen Schülerbeförderungskosten nur bis zur nächstgelegenen Schule übernommen werden, sei nicht neu, widerspricht Dinger. Darüber seien die Schüler und Eltern auch im März per Flyer informiert worden. Auf dem Antrag selbst sei ebenfalls vermerkt, dass bei der nicht nächstgelegenen Schule dem Antrag eine schriftliche Begründung beizufügen ist.

Warum diese Zusage erst jetzt erfolgt, begründet die Pressesprecherin mit der Reihenfolge der Bearbeitung: „Diese Zusage kann erst gegeben werden, wenn für alle Schüler, die die nächstgelegene Schule besuchen, die Beförderung gesichert ist und in diesen freigestellten Verkehren noch freie Plätze vorhanden sind", so Dinger. Dazu müssten erst alle rund 40 000 Anträge, die hauptsächlich von März bis Juni eingingen, bearbeitet sein. Dann würden für die fast 5000 Schüler, welche nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur nächstgelegenen Schule kommen können, sogenannte freigestellte Schülerverkehre geplant. „Wenn alle berechtigten Schüler ,ihre‘ Fahrt zugeteilt bekommen haben, kann geprüft werden, ob es auf den Touren noch freie Plätze gibt", so die Sprecherin gestern. Das Ergebnis: Alle Kinder aus dem Raum Frohburg erhalten eine Ausnahmegenehmigung entsprechend der Schülerbeförderungssatzung, eine sogenannte Mitbeförderungsgenehmigung. – Die gilt allerdings nur für das bevorstehende Schuljahr 2011/12.

Auch in den vergangenen Schuljahren habe der Landkreis Mittelsachsen eine Beförderungsgenehmigung für den freigestellten Schülerverkehr nur für das aktuelle Schuljahr erteilt, argumentiert Dinger. So könnte sich der Nervenkrieg in einem Jahr wiederholen.

Inge Engelhardt

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