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"Enorm, was hier geleistet wurde"

"Enorm, was hier geleistet wurde"

Prießnitz. "Klangfarben der Musik": Das war Programm beim - vorgezogenen - Tag des offenen Denkmals am Sonnabend in Prießnitz. Der Heimatverein Prießnitz/Trebishain gewährte Einblicke in Schloss und Rittergut, in seine Sammlung zum ländlichen Brauchtum und in weitere Um- und Ausbauvorhaben.

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Christoph Ullrich leitet beim Blasmusikfest in Prießnitz das Jugendblasorchester der Musikschulen des Kulturraumes Leipziger Raum.

Quelle: Jens Paul Taubert

Die Stadt Frohburg hatte vier Kapellen zum Blasorchester-Treffen auf den Gutshof eingeladen. Beides zusammen sorgte für einen stimmungsvollen Nachmittag, der trotz Nieselregens sein Publikum fand.

 

 

"Was sie hier geleistet haben, ist ganz enorm. Und es ist noch viel zu tun", sagte Heinz Weigelt. Prießnitz war für ihn und seine Frau Christa eine Entdeckung. Beide Frohburger durchstreiften erstmals das weitläufige Museumsareal. Bisher nur von außen kannten es Gerrit und Adrien Vanselow aus Böhlen - und nutzten den Denkmalstag, um das zu ändern. Längere Zeit verweilten sie in der Sonderschau mit Keramiken von Monika und Bildern von Ulrich Ziegler. "Zieglers waren mal Kollegen von mir", erzählte Gerrit Vanselow und freute sich, beide hier zu treffen. Seit Ostern sind die künstlerischen Arbeiten der beiden Kohren-Sahliser ausgestellt. "Es gab einige Veranstaltungen, da waren viele Leute da, und es gab schöne Gespräche", resümierte Ulrich Ziegler, der für diese Exposition in den neu gestalteten Räumen extra mehrere Bilder gemalt hatte: Frohburg-Motive und das Prießnitzer Bauernrathaus bei Nacht. Ein Kompliment machte den Enthusiasten des Heimatvereins Andreas Böhlandt aus Prießnitz. Er freue sich, dass die Stadt Frohburg dieses Engagement auch in der Zukunft unterstützen wolle.

 

 

Von Breitenborn waren Ilse und Henri Pommer gekommen; nicht nur weil der Enkel in Prießnitz lebt, sondern "um uns das alles anzuschauen und die Musik zu hören. Einen Schirm haben wir ja mit." Den brauchten sie nur bedingt, denn auf dem Hof, wo bis vor wenigen Jahren noch eine alte Traktorenhalle stand, war ein großes Zelt aufgestellt. Mit Klängen aus Händels "Feuerwerksmusik" gestalteten die jungen Frauen und Männer der Musikschulen des Kulturraums einen passenden Auftakt. Im Laufe des Nachmittags waren außerdem das Orchester der Frohburger Feuerwehr und die Partner aus dem tschechischen Holice sowie der Feuerwehr-Musikzug Neukirchen-Adorf zu erleben.

 

 

"Ich bin ein absoluter Fan der Feuerwehr und der Blasmusik", gestand Karl-Heinz Zschunke aus Frohburg, der unter dem Zeltdach Platz genommen hatte - neben Erhard Benndorf: "Sonst sind wir immer ,Schmetterling'-Gäste in Bad Lausick!" Weil das Prießnitzer Engagement Publikum verdiene, deshalb hätten sie sich aus Frauendorf auf den Weg gemacht, sagte Waldraut Müller: "Da steckt so viel Kraft und Freizeit dahinter." Christa Fischer wurde beim Gang durch die Ausstellung an ihre Kindheit erinnert: "Die Gerätschaften hatten wir alle zu Hause."

 

 

Das Denkmalstags-Motto "Farbe" treffe auf Prießnitz in besonderer Weise zu, sagte Stefan Jungnitz, der als Vertreter der Stadt das Konzert eröffnete: Der vielen schon bei der Sanierung des Komplexes verwendeten Farben setzte man die des Klanges entgegen. Zudem sollten sich die Gäste einen Eindruck verschaffen von dem, was auch mit erheblichen öffentlichen Mitteln in Prießnitz erreicht wurde - und was in den kommenden Jahren getan werde. Zwei Schwerpunkte in nächster Zukunft: die Erneuerung der Dächer vom Rittergut-Nordflügel und vom Schloss. "Unsere Ausstellung Ländliches Brauchtum müssen wir deshalb jetzt ausräumen und vorübergehend einlagern", erklärte Andreas Mäder, der Vorsitzende des Heimatvereins, der mit der Resonanz des Tages zufrieden war. Trotz der Bauarbeiten seien auch in der Ostern 2015 beginnenden nächsten Saison die Museumsbereiche zugänglich. Letzter Höhepunkt in diesem Jahr: der Prießnitzer Schloss-Weihnachtsmarkt am ersten Advent.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.09.2014
Ekkehard Schulreich

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