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Geithain Entenhausen in Benndorf: Im Maislabyrinth geht es um Lauf-Enten
Region Geithain Entenhausen in Benndorf: Im Maislabyrinth geht es um Lauf-Enten
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00:19 26.07.2017
Connor, Falk und Lennard Batke erfolgreich auf Stempel-Suche im Maislabyrinth. Quelle: Foto: Jens Paul Taubert
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Frohburg/Benndorf

Gut zu Fuß und gut drauf sein sollten die, die das ausgedehnte Labyrinth im Mais nahe Benndorf besuchen. Schließlich gibt es vier Kilometer Weg, um im 40 000 Quadratmeter großen Mais-Dschungel ans Ziel zu kommen – an jenes Türmchen, von dessen Höhe herab sich dem Erfolgreichen ein Blick nicht nur auf die verschlungenen Pfade der in diesem Jahr schon mehr als drei Meter hoch stehenden Futterpflanze bietet. Mit Fortbewegung zu tun haben auch die obligatorische Stempelsuche, der Wissenstest und der Eierlauf, mit einer Tierart, die das bereits im Namen trägt: mit der Laufente. Vier Exemplare dieser Spezies sind selbst vor Ort, allerdings tummeln sie sich nicht im Mais, sondern im benachbarten Heidelbeer-Feld. Und so lassen sich Horizont-Erweiterung und Entdeckerfreunde probat mit beeriger Gaumenfreude verbinden.

„Das ist ja das Schöne: Dass man nicht nur den Weg durch das Labyrinth finden muss, sondern dabei fast unbemerkt eine Menge lernt“, sagt Falk Badtke, der mit seinen beiden Söhnen Lennard (9) und Connor (11) einen kurzweiligen Sommerferien-Vormittag im Mais verbringt. Und das nicht zum ersten Mal. Während sich Lennard entschlossen zeigt, alle versteckten Stempel zu finden – sie ergeben zusammengesetzt das Bild einer Laufente, was sonst? –, erklimmt Connor erst einmal die Burg aus Strohballen, die Landwirt Tobias Karte am Eingang aufgebaut hat.

Der Benndorfer Tobias Karte freut sich, dass sein Maisterlabyrinth auch in der inzwischen 17. Saison gut angenommen wird. „Es kommen immer wieder auch neue Besucher, aber die meisten waren schon bei uns; das zeigt sich, wenn ich die Spielregeln erkläre“, sagt er. Das Gros der Gäste reise aus der Region zwischen Leipzig und Chemnitz an. Dank des nahen Pahnaer Campingplatzes gebe es regelmäßig aber auch internationale Touristen. Das zeigt auch ein Blick in das ausliegende Gästebuch.

Dass ihm eines Tages die Labyrinth-Themen ausgehen könnten, fürchtet Karte mitnichten: „Die Landwirtschaft ist in ihrer Vielfalt schier unerschöpflich.“ Die Idee, dieses Mal Laufenten in den Blickpunkt zu rücken, sei schon in der vergangenen Saison entstanden. Damals stellte sich die Frage einer natürlichen Nacktschnecken-Bekämpfung im Heidelbeer-Feld. Karte vertiefte sich in die Materie, schaffte die Enten an, die sich zwischen den Sträuchern nicht nur frei bewegen, sondern in einem entlegenen Winkel sogar auf ihren Eiern hocken. Apropos Eier von Nutzgeflügel: Die auseinander zu halten, dürfte nicht nur dem Laien schwerfallen. Beim Eierlauf kann sich jeder einem Selbstversuch unterziehen.

Bis zum 24. September ist das Labyrinth geöffnet. Es befindet sich an der Straße von Bubendorf nach Benndorf führenden Straße und ist über die alte B 95 (jetzt Staatsstraße 51) erreichbar. Der Frohburger Bahnhof ist 2,5 Kilometer entfernt. Geöffnet ist von Sonntag bis Donnerstag von 10 bis 20 Uhr, Freitag und Sonnabend von 10 Uhr bis Mitternacht. An diesen beiden Tagen kann man spätabends die Pfade im Mais bei Mondschein und im Lichtkegel von Taschenlampen betreten.

www.maisterlabyrinth.de

Von Ekkehard Schulreich

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