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Geithain Entscheidung in Bad Lausick: Campus kommt nicht, Grundschule wird saniert
Region Geithain Entscheidung in Bad Lausick: Campus kommt nicht, Grundschule wird saniert
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00:30 01.06.2015
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Bad Lausick

Die Sanierung des Plattenbaus im Neubaugebiet, der der Grundschule - vom einstigen Gymnasium geerbt - als Domizil dient, ist dennoch in erheblicher Ferne. Bis zum Sommer 2016 will die Stadt einen Antrag auf Fördermittel stellen. Ob es solche Gelder gibt und in welcher Höhe die ab 2017 bereit gestellt werden, ist offen. Immerhin: Bei seiner Haushaltplanung will der Stadtrat die Sanierungsabschnitte künftig "mit erster Priorität" berücksichtigen.

"Wir haben endlich Planungssicherheit für die Grundschule", sagte - spürbar erleichtert - Manfred Hönig (SPD), nach der Abstimmung. Die fiel eindeutig, nämlich einstimmig aus: Der Stadtrat legte seine Campus-Visionen endgültig ad acta und konzentriert sich in den nächsten Jahren darauf, das heutige Grundschulgebäude - unter dessen Dach sich zugleich der Hort "Riff-Piraten" befindet - zu sanieren - so wie es in den vergangenen Jahren mit der Oberschule geschah.

Dass ein Campus die Bad Lausicker Schullandschaft aufwerten könnte, diese Idee war seit 2011 immer wieder diskutiert worden: In unmittelbarer Nachbarschaft der Oberschule sollte ein neues Grundschul-Gebäude entstehen und - gemeinsam mit neuer Sporthalle, einem Sportplatz, der diesen Namen verdient, und dem Kinder- und Jugendhaus - Bildung und Außerunterrichtliches an einem Ort zusammenführen. Eine Idee, die nicht nur wegen räumlicher Enge zahlreiche Kritiker fand; viele Eltern und auch Pädagogen plädierten statt dessen dafür, das in seinen Maßen viel großzügigere Haus im Neubaugebiet als Grundschule weiterzuentwickeln, die sanierungsbedürftige Turnhalle in der Nachbarschaft nicht zu vergessen.

Seit dem Antrag der CDU-Fraktion im vergangenen Herbst kam Dynamik in die Angelegenheit. Klausur-Tagungen des Stadtrates folgten, auf denen nicht nur Planer beider Varianten sprechen konnten, sondern auch Schulleitungen, Eltern- und Schülervertreter. "Es war wichtig, auch deren Meinung zu hören", resümierte Bürgermeister Josef Eisenmann (CDU) vorgestern Abend.

Die beste und wirtschaftlichste Variante zu finden, das sei die Herausforderung gewesen: "Denn Wirtschaftlichkeit ist die Voraussetzung für einen Förderantrag." Den werde die Stadt bis zum Sommer 2016 bei der Sächsischen Aufbaubank einreichen, die nötigen Planungen dafür jetzt in Auftrag geben. Ab 2017 wolle man bauen, wenn die Förderung bewilligt werde. Die Eigenmittel stünden in künftigen Etats vornan.

"Uns ist schon bewusst, dass es ein wirklicher Kraftakt wird", sagte Eisenmann. Und dass es hinsichtlich der Finanzierung Unwägbarkeiten gebe. Doch man gehe die Sache jetzt konzentriert an - und plane die Sanierungsabschnitte so, dass auf den laufenden Unterricht der Grundschule größtmögliche Rücksicht genommen werde. Der Stadtrat hatte das Thema auf den Klausuren und in den Ausschüssen offenbar erschöpfend debattiert, sodass der Grundsatzbeschluss ohne weitere Aussprache getroffen wurde. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.05.2015
Ekkehard Schulreich

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