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Geithain Ersatz für Frohburg: Prießnitz bekommt neues Wasserwerk
Region Geithain Ersatz für Frohburg: Prießnitz bekommt neues Wasserwerk
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21:47 19.10.2015
In Prießnitz entsteht in den kommenden Jahren ein neues Wasserwerk. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Frohburg/Prießnitz

„Wir haben uns zu dieser Investition entschlossen, um die Versorgungssicherheit unserer Kunden auch in der Zukunft zu gewährleisten und um die hohen Anforderungen an die Qualität dauerhaft erfüllen zu können“, sagt Lutz Kunath, Geschäftsführer des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain. Die Prießnitzer und Frohburger Investitionen seien letzte Mosaiksteine im verbandsweiten Versorgungskonzept. Zudem funktioniere das Frohburger Wasserwerk wegen des hohen Sulfatgehaltes nur noch per Ausnahmegenehmigung des Gesundheitsamtes; spätestens Ende 2016 sei hier Schluss.

Aus den fünfziger Jahren stammt das Prießnitzer Wasserwerk. Es befinde sich in einem schlechten Bauzustand. „Es wird komplett stillgelegt und abgerissen“, erläutert Detlef Bull, Bereichsleiter beim Betriebsführer Oewa GmbH. In unmittelbarer Nachbarschaft entstehe eine neue Anlage, untergebracht in einer zwölf mal 33 Meter großen Halle. Auf zwei Etagen konzentrieren sich in ihr Filterstrecken, die dem Wasser Eisen und Mangan entziehen, und andere Anlagen, die für eine Aufbereitung unverzichtbar sind. Der Versorgungsverband, bestätigt dessen Geschäftsführer, werde noch im Oktober die Pläne bei der Wasserbehörde des Landkreises zur Genehmigung einreichen. Er rechne mit einer wasserrechtlichen Genehmigung noch bis Jahresende.

Was das Frohburger Wasserwerk betrifft: Die Wasserfassungen sollen weiter genutzt werden und dann als Speicher dienen. Aufbereitet wird das Nass aber künftig in Prießnitz. Insgesamt zwölf Brunnen in Prießnitz, Nenkersdorf und Frohburg liefern dann das Wasser. Die Kapazität des Wasserwerks-Neubaus liegt bei 5500 Kubikmetern am Tag. In zwei Behältern ruht eine Reserve von je 600 Kubikmetern. 3,6 Kilometer Leitungen müssen erneuert und 1,2 Kilometer komplett neu errichtet werden. Dabei ist die Bahnstrecke Borna - Geithain zu unterqueren, unter der Autobahn 72 liegt die Leitung bereits.

Die Investition nutzt auch Geithain, da im Falle einer Havarie eine leistungsfähige zweite Verbindung besteht, um die Stadt zu versorgen. Noch drängender sei der Bau für Frohburg, meint Kunath: „Frohburg war bisher nicht wirklich integriert in das Leitungssystem des Verbandes.“ Ganz abgesehen vom hohen Sulfatgehalt des Frohburger Wassers. Der sei zu hoch, um den Grenzwert zuverlässig einzuhalten. Denn statt der bisher geltenden Obergrenze von 400 Milligramm pro Liter seien jetzt maximal 250 Milligramm erlaubt. Kunath: „Wir dürfen das Frohburger Wasserwerk nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung betreiben. Die erlischt am 31. Dezember 2016.“

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