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Erste Frohburger sind zurück in ihren Häusern

Erste Frohburger sind zurück in ihren Häusern

Die ersten Bewohner der Einfamilienhäuser in der Frohburger Straße Am Strieglerberg (Bergstraße) sind zurückgekehrt in ihre vier Wände. Mehr als vier Jahre waren ihre Häuser baupolizeilich gesperrt, weil ein Hang abzurutschen drohte.

Frohburg. Erst vor Gericht wurde erstritten, dass der damalige Investor das Areal zu sichern hat. Kurz vor Weihnachten gab das Bauordnungsamt des Landkreises die Gebäude frei, die Gärten davor allerdings noch nicht.

"Bevor der Bescheid zur Fertigstellung erstellt werden kann, brauchen wir den abschließenden Prüfbericht des Prüfingenieurs für Standsicherheit, der den Bau überwacht hat", sagt Brigitte Laux, Sprecherin des Landratsamtes. Wann der Bericht vorliege, sei nicht abschätzbar. In den nächsten Tagen gebe es noch einen Ortstermin. Was die Freigabe der Gärten betreffe: Besagter Prüfingenieur habe in seinen letzten Dokumenten gefordert, die alte Mauer und den neuen Wall in den kommenden drei Jahren mit Messtechnik zu überwachen, um mögliche Bewegungen feststellen zu können. "Wie das praktisch umgesetzt wird und wann die Gärten nutzbar sein werden, das können wir erst in den nächsten Tagen klären", so Laux.

"Ich bin skeptisch, dass alles so hergestellt wurde, wie es in der Baugenehmigung steht", sagt der Frohburger Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW). Der aufgeschüttete Wall sei niedriger als ursprünglich geplant. Das Bauwerk, das noch gestaltet werden müsse, befinde sich auf einem kommunalen Grundstück. Daraus könne aber keinesfalls abgeleitet werden, dass sich die Stadt auch um dessen Pflege, Grasmahd zum Beispiel, kümmere. Bei allem weiteren Klärungsbedarf gelte aber: "Ich bin froh, dass die Ersten endlich nach Hause zurückkehren konnten."

"Eine Abnahme durch den Landkreis muss es geben", bekräftigt auch Rechtsanwalt Mirko Zebisch, der mehrere der Eigentümer vertritt. Dass der Rückzug in die Häuser jetzt möglich sei, wäre erfreulich; allerdings sehe er noch erheblichen Klärungsbedarf mit der Hausbau-Firma Drösel. Die Klienten müssten ihre Häuser renovieren; die Kosten für das über Jahre erzwungene Wohnen zur Miete müssten ebenso erstattet werden wie die des Umzugs. "Ob sich das alles so regeln lässt, ohne dass wir dafür vor Gericht ziehen müssen, wird sich zeigen", so Zebisch. Ganz unbenommen davon, dass die Sache selbst weiter beim Bundesgerichtshof anhängig ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.01.2015
Ekkehard Schulreich

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