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Etzoldshain: Es rockt auf der Kippe zum "Milchhaus"-Jubiläum

Etzoldshain: Es rockt auf der Kippe zum "Milchhaus"-Jubiläum

25 Jahre Milchhaus: Das Jubiläum des Ertzoldshainer Jugendklubs wird am 4. Juni unüberhörbar gefeiert - mit der vierten Auflage des Festivals „Rock auf der Kippe".

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Im Bad Lausicker Ortsteil Etzoldshain wird am 4. Juni gerockt - beim Rock auf der Kippe.

Quelle: Ekkehard Schulreich

Etzoldshain. Beides zu verbinden, kommt keinesfalls von ungefähr, denn zum 20-jährigen Bestehen des Klubs standen hier erstmals Bands auf der Bühne.

500 Besucher - diese Zahl könnte in diesem Jahr durchaus überboten werden. Denn beim „Rock auf derb Kippe" gibt es nicht nur ein Wiederhören mit den „Bellbreakers". Die Bad Lausicker Mannen von Triekonos, quasi Festival-Urgestein, präsentieren in Etzoldshain allerdings noch nicht ihre frisch eingespielte Silberscheibe namens „Suicide". Dieses Album wird erst am 25. Juni im Frohburger „Schützenhaus" vorgestellt. „Auf jeden Fall aber macht Triekonos Lust darauf", ist Heiko Böhl überzeugt, seit Langem stellvertretender Jugendklub-Chef und jetzt auch im Vorstand des eigens für das Festival gegründeten Fördervereins Milchhaus. „Bellbreaker waren im vergangenen Jahr unser Highlight. Und obwohl es nachts vier Grad kalt war, waren an die 500 Leute auf dem Platz", sagt Böhl. Das lasse sich in diesem Jahr möglicherweise toppen. Dritte Band auf der Bühne ist „Saitenfeuer" aus Schönau.

Die Bühne selbst wird in diesem Jahr größer sein als bisher. Der Grund: „Bellbreaker" bringen das Podium mit samt Licht- und Tontechnik. Für den veranstaltenden Verein eine große Hilfe. Denn er hat gerade zwei Dutzend Mitglieder, die voll gefragt sind, um diese Veranstaltung samt Vor- und Nachbereitung zu stemmen. Dass sie ein eingespieltes Team sind, kommt ihnen freilich entgegen. Zudem hat die Stadt Bad Lausick auf Veranlassung von Ortschaftsrat und Heimatverein den Zugang zum Platz neu gestaltet, eine Hecke versetzt, sodass die Bedingungen günstiger sind. Die Besucher von „Rock auf der Kippe" kommen längst nicht mehr nur aus dem Dorf und aus der unmittelbaren Umgebung. „Geschätzte 60 Prozent waren im vergangenen Jahr neues Publikum, das zum Teil weite Wege zurückgelegt hat", sagt Heiko Böhl.

Das kleine Haus in der Ortsmitte, in dem einst die Bauern ihre Milchkannen deponierten, das zu LPG-Zeiten mehr zu einem Umschlagplatz von Dorfnachrichten statt Milch avancierte, nutzte zuletzt die Feuerwehr als Sitzungsraum, ehe 1986 ein offizieller Treff für die Jugend daraus wurde, der traditionelle Name Milchhaus aber blieb. „Wir sind inzwischen die fünfte, vielleicht auch schon die sechste Generation, die sich hier trifft", sagt Peter Hofmann. Kürzlich sei ein Älterer hereingekommen, der sich ein Bild machen wollte, wie es im Milchhaus heute aussieht. An die 20 Aktive zählt der Klub, der eingebettet ist in die Dorfgemeinschaft wie Feuerwehr und Heimatverein. „Es ist wichtig, einen Platz zu haben, wo man sich treffen kann, um Fußball zu gucken oder freitagabends ein Bierchen zu trinken", sagt Hofmann. Klub, Wehr und Verein sorgten auf ihre Weise und oftmals gemeinsam dafür, dass im Dorf etwas los sei. Der „Rock auf der Kippe" sei eine Veranstaltung von mehreren im Jahreslauf.

Zwar gilt das Festival offiziell als Jubiläumsfeier des vor einem Vierteljahrhundert gegründeten Klubs, zum feiern aber werden Peter Hofmann, Heiko Böhl und Co. in dieser Nacht aber kaum kommen. Ein Problem ist das für sie nicht. Ohnehin ist ihnen Bodenhaftung wichtig, liegt es ihnen fern, abzuheben. Aber, sagt Böhl: „Zum 30-Jährigen unseres Klubs könnten wir das Ganze noch ein bisschen größer aufziehen und vielleicht zwei Tage Musik machen."

Ekkehard Schulreich

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