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Geithain Etzoldshainer Jugendklub hat immer wieder Hudelei mit stillem Örtchen
Region Geithain Etzoldshainer Jugendklub hat immer wieder Hudelei mit stillem Örtchen
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13:01 03.03.2011
Warum streikt die Toilette im Etzoldshainer Jugendklub schon wieder? Im Bad Lausicker Rathaus hat man die Klubbesucher unter Verdacht. Quelle: Jens Paul Taubert
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Etzoldshain

Und Klub-Team und Stadt streiten über die Ursache.

Besucher des Etzoldshainer Klubs im ehemaligen Milchhaus, die nur einen Katzensprung bis nach Hause haben, sind klar im Vorteil: Sie können das wiederkehrende Versagen des Toiletten-Containers verschmerzen. Er war im Herbst 2009 aufgestellt worden, um ein mehr als 20 Jahre währende Problem aus der Welt zu schaffen. Akzeptabel finden den aktuellen Zustand weder die Leute vom Klub noch die Feuerwehr, die in das Bauwerk bei all seiner Bescheidenheit einige Erwartungen gesetzt hatte. Immerhin kostete der Container mit seiner Sanitärkeramik inklusive Wasser- und Stromanschluss die Stadt Bad Lausick 7000 Euro. Auf der Januar-Sitzung des Stadtrates hatte Heiko Böhl, Klubmitglied und Ortschaftsrat, darauf hingewiesen, dass der Frost erneut die Toilettenpumpe zerlegt habe. Vier Wochen später, von einer Reparatur keine Spur, fragte Helmut Kraft noch einmal nach. „Die Pumpe ist nachweislich zertreten", überraschte da Bürgermeister Josef Eisenmann mit Ursachenforschung. Das habe das Unternehmen Lehmann, das den Container aufstellte, dokumentiert. Der Ablauf des stillen Örtchens verfüge nämlich über eine sogenannte Begleitheizung.

„Ich kann mit bestem Gewissen sagen, dass das keiner von uns zerlatscht hat", brachte diese Aussage Heiko Böhl ein bisschen in Rage. Die Pumpe sei schließlich durch ein Gitter geschützt. Das bewahre sie aber nicht davor, dass sie aufgrund ihrer räumlichen Lage durch Frost Schaden nehme. Das sei im vorangegangenen Winter schon einmal passiert. Damals, so Böhl, „hieß es, die Stadt will sich etwas einfallen lassen". Geschehen sei das leider nicht. Und in der Zwischenzeit fragten sich die Milchhaus-Leute angesichts der hohen Anschaffungskosten, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, die jungen Leute hatten einen Toiletten-Anbau gemauert, und die Stadt hätte das Material finanziert.

„Der Container war keine schlechte Entscheidung. Was wir nicht bedacht haben, ist die Zuleitung", verteidigt der Bürgermeister die damalige Investitionsentscheidung. Mit einer Eigeninitiative des Jugendklubs wäre man gewiss nicht besser und preiswerter gefahren. Das Problem sei, so habe es sich herausgestellt: „Die Pumpe hat eine Heizung, aber die Verbindungsteile nicht." In den nächsten Tagen träfen sich Vertreter von Rathaus, Klub und Firma vor Ort, um zu klären, was zu tun sei.

Und wann ist das Problem vom Tisch, nicht nur aktuell, sondern grundsätzlich? Eisenmann: „Ich denke, dass wir das in den nächsten drei Wochen erledigt haben. Und das hält dann nicht nur bis zum nächsten Winter." Das läge ganz im Interesse der jungen und der schon etwas älteren Etzoldshainer, zumal der Treff im ehemaligen Milchhaus - daher der Name - in diesem Jahr auf sein 25-jähriges Bestehen zurückblicken kann.

Ekkehard Schulreich

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