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Evanglischer Landesbischof zu Gast beim Auftakt des Geithainer Stadtfestes

Aktive Kirchgemeinde Evanglischer Landesbischof zu Gast beim Auftakt des Geithainer Stadtfestes

Gleich zwei Ereignisse standen für die Geithainer Christen am Sonnabend im Vordergrund. Zum einen wurde der Eröffnungsgottesdienst für das zweite Stadtfest unter prominenter Beteiligung gehalten. Und zum anderen blickten die Bläser auf ihre 60-jährige Geschichte zurück. Am Montag geht es um die Stadtgeschichte.

Prominenter Gast: Landesbischof Carsten Rentzing (dritter Pfarrer von rechts) wohnte dem Eröffnungsgottesdienst bei.

Quelle: René Beuckert

Geithain. Gleich zwei Ereignisse standen für die Geithainer Christen am Sonnabend im Vordergrund. Zum einen wurde der Eröffnungsgottesdienst für das zweite Stadtfest unter prominenter Beteiligung gehalten. Und zum anderen blickten die Bläser auf ihre 60-jährige Geschichte zurück.

Pfarrer Markus Helbig war besonders davon angetan, dass Landesbischof Carsten Rentzing anlässlich des Stadtfestes in Geithain weilte, wo die Kirche mit zahlreichen Veranstaltungen aufwartete und das Bläserjubiläum stattfand. „Ich glaube, der letzte Besuch eines Bischofs in Geithain liegt 20 Jahre zurück“, sagte er. Um so mehr freue er sich über den Besuch, den er als Würdigung für die Gemeinde erachte.

Gründlich hatte sich die Geithainer Kirchgemeinde im Vorfeld auf das Stadtfest vorbereitet. Helbig erklärte, dass sie, um alle Aufgaben zu bewältigen, mehrere Arbeitskreise gebildet habe. „Unsere Gemeindeglieder nutzten in den einzelnen Teams ihre Fähigkeiten“, sagte er. Beispielsweise gestalteten sie eine kleine Zeitung mit dem Titel „Echt und Ewig“ mit Artikeln über das Geschehen vom 20. August bis 4. September.

„Auch die anderen Arbeitsgruppen, wie Technik, Werbung und Programm, um einige zu nennen, standen in nichts nach und tragen auf ihre Weise zum Gelingen des Festes bei“, hob der Pfarrer das Engagement der Gemeindemitglieder hervor. Er ist überzeugt, so etwas gelingt nur in gelebter Gemeinschaft.

Im Rahmen des runden Geburtstags des Geithainer Posaunenchors ließen es sich die Bläser nicht nehmen, ihr musikalisches Können unter Beweis zu stellen. Der Überlieferung nach hat sich das Ensemble anlässlich eines Chöretreffens gegründet. „Der Posaunenchor, der vor allem zu kirchlichen Anlässen spielt, ist aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken“, bemerkte Pfarrer Helbig. Doch auch außerhalb der Gemeinde, wie einmal zur Leipziger Messe, traten die Geithainer Posaunisten auf.

Sie gestalten ebenso eigene Konzerte, in denen sie neben Klassik auch moderne Kompositionen zu Gehör bringen. Ein besonderes Ereignis ist, wenn der Gospel- und der Posaunenchor zusammen auftreten, was unter dem Motto „Gospel trifft Blech“ ein ganz besonderes Hörereignis ist. Wer es live erleben will, sollte sich den Jugendtag des Stadtfestes am 3.September vormerken..

Landesbischof Carsten Rentzing zeigte sich recht angetan von der Stadt. „Ich konnte schon bei meiner Anreise feststellen, dass Geithain ein schönes Fleckchen Erde ist“, bemerkte er. Für ihn sei es immer wieder ein Erlebnis, Gemeinden zu besuchen. Er freue sich besonders auf die Begegnung mit den Menschen.

Und diese kamen. Zahlreiche Besucher ließen sich den Auftakt zum zweiten Stadtfest am Wochenende nicht entgehen. Unter ihnen Wilhelm Grünzig, für den es „eine gelungene Verbindung“ darstellt, wenn sich die Kirche in das Stadtfest einbringt. Auch wollte er den Auftritt des Posaunenchors nicht missen.

Christa Reiß empfand es als „eine gelungene Symbiose“, das Stadtfest gemeinsam mit der Kirche zu begehen, da sich jeder auf seine Weise in das Geschehen einbringen kann. „Es gibt so viele Veranstaltungen, da wird mir die Auswahl nicht leicht fallen“, sagte sie.

Am Montag steht Heimatgeschichte im Fokus

Beim Stadtfestes des Kirchspiels Geithainer Land steht der Montag, 22. August, von 9 bis 18 Uhr ganz im Zeichen der Stadtgeschichte. Nach dem Auftakt am Sonnabend (Hauptbeitrag dieser Seite) wird dieses Thema vom Geithainer Heimatverein gestaltet. 9 Uhr spricht Bernd Richter über die Geschichte Geithains von der Frühgeschichte bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Ab 11 Uhr wird Wolfgang Reuter Sagen aus Geithains Vergangenheit vorstellen. 13 Uhr folgt ein Vortrag von Bernd Richter über bedeutende Persönlichkeiten, die in Geithain geboren wurden oder einen Bezug zu Geithain haben. Gottfried Senf hat ab 14 Uhr als Thema das 20. Jahrhundert und wird das in Kürze erscheinende Buch zur Paul-Guenther-Schule vorstellen. Abschließend folgt die Vorführung der Videofilme „Altstadtrundgang Geithain” und „Geithainer Gebäudehistorik” von Bernd Bräuer. Der Heimatverein lädt an Geithains Stadtgeschichte interessierte Besucher aus nah und fern ein.

Von René Beuckert

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