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Geithain Experiment "Freizeitverein" scheint gelungen
Region Geithain Experiment "Freizeitverein" scheint gelungen
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12:11 13.01.2013
Der aus dem Jugendclub hervorgegangene Verein im Frohburger Ortsteil Tautenhain hat sich etabliert. Quelle: Thomas Lang
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Tautenhain

Dass man derzeit bei der gegenwärtigen Witterung fast nur in Gummistiefeln zum Vereinsgebäude kommt, ficht die Mitglieder des Freizeitvereins Tautenhains nicht an. Wissen sie doch, dass dies nur für eine Übergangszeit der Fall sein wird, bis der Neubau einer Kindertagesstätte, für die derzeit das Fundament entsteht, fertig ist. Ihr Wirken aber ist in die Zukunft gerichtet – und dürfte ein Novum in der Region sein. Aus dem ehemaligen Jugendclub in Tautenhain ging im September 2011 der jetzige Verein hervor. „Da viele von uns seit Gründung des damaligen Klubs 1993 zur Stange halten, aber ein paar Jährchen älter wurden, jedoch immer noch Freude daran haben, sich regelmäßig zu treffen, kamen wir damals auf die Idee. Und die Überlegungen scheinen aufzugehen", kann der inzwischen 34-jährige Vereinsvorsitzende Daniel Kratz mit Blick auf das 2012er Jahr konstatieren. Denn derzeit zählt der Verein 26 Mitglieder zwischen 20 und 60 Lenzen, sogar ein paar mehr als zur Gründung. Und es wurde in dieser Zeit schon einiges los gemacht – zum eigenen Vergnügen und dem der Dorfgemeinschaft. Mit einer weihnachtlichen Einstimmung auf dem Platz vor dem jetzigen Kita-Gebäude begann im Dezember 2011 alles. Und da die bombig ankam, wurde sie natürlich vor wenigen Tagen wiederholt. „Auch da kam wieder eine Menge Leute. Und es war auch klasse, dass uns so viele unterstützt haben. Ob es der Auftritt der Steppkes vom Kindergarten war oder die vielen gebackenen Kuchen für den Basar", so Jürgen Rose, der als stellvertretender Vorsitzender im Verein fungiert. Mitgeholfen haben die Freizeitvereinsmitglieder auch, den neuen Kinderspielplatz einzuweihen. Und sie sammelten Geld, um das Wandbild von Conrad Felixmüller im inzwischen abgerissenen einstigen Kindergarten abnehmen zu können, damit es für die Zukunft bewahrt wird. „Nachdem wir im vorigen Jahr zum ersten Tautenhainer Knut-Nachmittag einluden, wo die ausgedienten Weihnachtsbäume verbrannt wurden, wird es am 19. Januar ab 17 Uhr eine Neuauflage geben", kündigt Kratz an. Nicht abseits stehen seine Mitstreiter zudem, wenn derzeit für ein Kriegerdenkmal in Tautenhain gesammelt wird. Und sie planen im Sommer gemeinsam mit dem örtlichen Sportverein eine abendliche Oldiefete. „Unser großer Wunsch an die Stadt, mit der wir wirklich sehr gut zusammenarbeiten, wäre, wenn hier baulich alles fertig ist, dass auf dem Platz hinter der neuen Kita eine Kleinsportstätte eingerichtet werden könnte. Einen Antrag dafür wollen wir demnächst stellen. Gelänge dies, würde sich vielleicht sogar eine Alt-Herren-Mannschaft bilden, um auf dem Kleinfeld regelmäßig Sport zu treiben. Und wir hätten Platz für größere Feste", benennt Rose eine Sache, die die Tautenhainer im Moment bewegt. Den Abschluss der Bauarbeiten sehnen sie auch aus einem anderen Grund her. Dann sollen die Räume der Sportler in ihrem Domizil renoviert werden. Das ging 2012 nicht, weil hier das Bauleiterbüro und übergangsweise ein Waschmaschinenraum für die Kita untergebracht sind. „Aber die Fenster wurden schon mit Unterstützung der Stadt erneuert. Bald können auch wir ran", ist Kratz optimistisch.

Thomas Lang

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