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Exponate und Leihgaben erinnern an Geithains tolle Feste

Heimatmuseum Exponate und Leihgaben erinnern an Geithains tolle Feste

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Die Stadt Geithain hat sich in den vergangenen reichlich 100 Jahren an das alte Sprichwort gehalten. Vier große Stadtjubiläen haben die Geithainer seit 1912 gefeiert, seit Sonnabend haben sie Gelegenheit, sie Revue passieren zu lassen. Im Heimatmuseum öffnete die erste Sonderausstellung des Jahres, Motto „Tolle Feste“.

Ein Stück Heimatgeschichte – bewahrt im Geithainer Museum.
 

Quelle: Foto: Roger Dietze

Geithain.  Man soll die Feste bekanntlich so feiern wie sie fallen. Die Stadt Geithain hat sich in den vergangenen reichlich 100 Jahren an dieses alte Sprichwort gehalten. Vier große Stadtjubiläen haben die Geithainer seit 1912 gefeiert, und seit Sonnabend haben sie Gelegenheit, sie noch einmal Revue passieren zu lassen. An diesem Tag nämlich öffnete im Heimatmuseum die erste Sonderausstellung des Jahres, die Museumsleiterin Carmen Schmidt und ihr Helferteam unter das Motto „Tolle Feste“ gestellt haben.

Dabei kommt der um ein Jahr verschobenen 725-Jahrfeier im Jahr 1912 insofern eine Sonderrolle zu, als naturgemäß keine Zeitzeugen mehr greifbar sind. Dass die entsprechende Vitrine dennoch gut gefüllt ist, haben die Geithainer Museumsleute, abgesehen vom eigenen Fundus, der Unterstützung des Heimatvereins sowie privater Leihgeber zu verdanken. Zu sehen bekommen die Besucherinnen und Besucher unter anderem originale Zeitungsausschnitte sowie die Einladung zur Festsitzung. „Die Festordnung haben wir eigens dafür kopiert, damit die Besucher darin blättern können“, so Museums-Mitarbeiterin Ivonne Berger. Für die 750-Jahrfeier-Vitrine kann sie sogar auf eine Leihgabe aus Potsdam zurückgreifen. Die Museumsleiterin rief im Rahmen der Eröffnung einige Programmpunkte aus dem Jahr 1936 in Erinnerung, so etwa ein Theaterstück, für das eigens Kostüme vom Geraer Theater ausgeliehen wurden. „Darüber hinaus wurden damals beim Deutschen Städtetag Ehrengaben aus der staatlichen Porzellanmanufaktur beantragt“, so die Museumsleiterin, die während der Ausstellungsvorbereitungen nach eigener Aussage eine Vorstellung von der Bedeutung von Festivitäten dieser Art für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer Stadt bekommen habe. „Viele Leihgeber haben davon berichtet, dass das Miteinander ein zentrales Element gewesen sei“, so Schmidt. Eine wichtige Leihgeberin war auch Gudrun Vollhardt. „Ich habe mit meinen beiden Söhnen sowohl aktiv an der 800- als auch an der 825-Jahrfeier vor fünf Jahren mitgewirkt, und wir haben damals für uns einen Kalender gestaltet“, erzählte das Mitglied der Geithainer Trachtengruppe.

Viele helfende Hände sind laut Museumsleiterin Carmen Schmidt in allen vier Jubiläumsjahren notwendig gewesen, um die jeweiligen Feste erfolgreich zu gestalten und Bleibendes zu hinterlassen. Bleibendes in Form etwa von Fest-Bechern und –Töpfen aus Emaille, von T-Shirts und Umhängetaschen. Ein Alleinstellungsmerkmal hinsichtlich der visualisierbaren Erinnerung nimmt unter den vier Stadtjubiläen das letzte ein. Das in dessen Verlauf entstandene Filmmaterial nämlich wurde auf einer CD zusammengefasst, die selbstredend auch ihren Platz in einer der Vitrinen der Sonderausstellung gefunden hat. Abgerundet wird diese von einem digitalen Fotorahmen, in dem Bilddokumente aller vier Stadtjubiläen, entsprechend technisch aufbereitet, den Museumsbesuchern präsentiert werden.

Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Juni zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: Dienstag und Donnerstag von 10 bis 17 Uhr, Mittwoch von 9 bis 14 Uhr, Sonnabend von 14 bis 18 Uhr.

Von Roger Dietze

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