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Geithain Fäkalschlamm wird teurer
Region Geithain Fäkalschlamm wird teurer
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15:10 19.05.2015
Der Versorgungsverband Grimma-Geithain hat die Entgelte ab 2014 beschlossen. Quelle: Roger Dietze

Der Trinkwasserpreis dagegen bleibt auch in den kommenden drei Jahren stabil. Die Entsorgung von Fäkalwasser aus abflusslosen Gruben wird etwas günstiger, und Entgelt für Regenwasser sinkt unter einen Euro pro Quadratmeter. Das sind die wichtigsten Beschlüsse der gestrigen Verbandsversammlung.

Einstimmig votierten die Bürgermeister der Mitgliedskommunen gestern im Wasserwerk Grimma für die ab 1. Januar 2014 gültigen Entgelte. Erstmals hat der Verband damit eine Entgeltkalkulation für drei statt wie bisher für fünf Jahre beschlossen. "Damit können wir flexibler auf Kostenüber- oder -unterdeckungen reagieren, zudem kommen wir mit der neuen Kalkulation unserer Verpflichtung nach, die Entgelte unserer wirtschaftlichen Situation anzupassen", begründet VVVG-Geschäftsführer Lutz Kunath diese Entscheidung in einer Pressemitteilung.

Eine dreiköpfige Familie im Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern bebauter Fläche, Abwasservollanschluss und einem jährlichen Trinkwasserverbrauch von 81 Kubikmetern zahle damit ab Januar pro Jahr 1,90 Euro mehr. Um lediglich 70 Cent jährlich steige die Belastung für jene Kunden, die auf ihrem Grundstück eine vollbiologische Kleinkläranlage betreiben und das Schmutzwasser in einen öffentlichen Kanal leiten.

Das monatliche Grundentgelt für Trinkwasser bleibt je Wohneinheit bei acht Euro netto. Für den Kubikmeter Wasser zahlen Kunden des Verbandes auch in den nächsten drei Jahren 1,75 Euro. Seit 1998 habe sich daran nichts verändert, obwohl die Menschen immer weniger Trinkwasser verbrauchten, berichtet Kunath nicht ohne Stolz. "Wir haben in den zurückliegenden Jahren Gewinne erwirtschaftet und davon profitieren unsere Kunden jetzt", so der Geschäftsführer. Der Verband darf weder Gewinne noch Verluste machen.

Das Abwasseraufkommen sei ebenfalls rückläufig - und anders als beim Trinkwasser, hat der Verband hier nur ein geringes finanzielles Polster. Bei zentraler Abwasserentsorgung steigt das monatliche Grundentgelt pro Wohnungseinheit nun von acht auf künftig 9,35 Euro. Unverändert bei 2,93 Euro je Kubikmeter bleibt das Entgelt für Schmutzwasser, das in einen öffentlichen Kanal geleitet und in einer zentralen Kläranlage behandelt wird.

Veränderungen gibt es auch bei der dezentralen Abwasserentsorgung. Das Kanalnutzungsentgelt für Abwasser aus Kleinkläranlagen bleibt zwar stabil bei 1,94 Euro je Kubikmeter. Die Entsorgung von Fäkalschlamm aus Kleinkläranlagen kostet ab Januar aber 34 statt bisher 29 Euro je Kubikmeter. Das sei notwendig, weil die fixen Kosten, etwa für die Abfuhr, auch bei sinkendem Klärschlammaufkommen gleich blieben, erläutert Kunath. Um 50 Cent sinkt das Entgelt für die Entsorgung des Fäkalwassers aus abflusslosen Gruben - von jetzt 17,50 auf dann 17 Euro.

Unter die Grenze von einem Euro sinkt ab 2014 im Verbandsgebiet das Entgelt für die Ableitung von Niederschlagswasser. Zahlt der Grundstückseigentümer derzeit 1,10 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche, sind es künftig 99 Cent.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.11.2013
Inge Engelhardt

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