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Geithain Familienausflüge zur „Pauli“
Region Geithain Familienausflüge zur „Pauli“
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23:43 11.03.2012
Toni Scheibe aus der 8c demonstriert elektrisch erzeugte Magnetfelder. Quelle: Jens Paul Taubert
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Geithain

Wo keine Buslinie nach Geithain existiert, müssen sich die Eltern um den Transport zur Schule kümmern. Dagegen protestierte mit einer Petition an den Landtag der Elternrat der Schule am Eingang und bat um Unterschriften.

„Wir wollen uns dafür starkmachen, dass die Eltern wirklich wählen können, in welche Schule ihr Kind geht. Doch dazu ist die Voraussetzung, dass die Eltern darauf bauen können dass ihr Kind die Möglichkeit hat, in die Schule transportiert zu werden", erklärt die Elternsprecherin der Gemeinschafts- und Mittelschule, Constanze Knüpfer (46).Marianne Krämer, die mit ihren Enkelkindern Tom und Jenny die Grundschule besuchte, begrüßte die Petition. „Wenn ein Kind schon nicht am Wohnort zur Schule gehen kann, so müsste es selbstverständlich sein, dass der Schülertransport zur Wunschschule kostenfrei ist", meint sie.Gerd Orgis, der Vorsitzende des Fördervereins, nutzte unterdessen den Tag der offenenen Tür in der Paul-Guenther-Schule, um den Gästen die Arbeit des Fördervereins vorzustellen und ihnen Auskünfte zur Schule zu erteilen. „Viele nutzen den Tag der offenen Tür als regelrechte Familienausflüge", freut er sich.Dafür sprach der gut besetzte Speisesaal, als der Direktor der Mittel- und Gemeinschaftsschule Gunter Neuhaus zu Informationsrunden lud. Mit Freude konnte er auf das neue Chemiekabinett verweisen. „Dieses war unser ältestes Kabinett. Mittels Stiftung und Sponsoren gelang es uns, dieses zu modernisieren", sagt er. Darüber freuten sich die Chemielehrerinnen Annett Schiller und Petra Linnenbrügger. „Hier zu experimentieren macht richtig Spaß", meint Steve Kasper aus der 7d, der eine Flammenprobe mit Metallen durchführte. Vom Chemiekabinett angetan, war auch Nancy Franke aus Hopfgarten. „Ich bin hier einmal zur Schule gegangen und wollte mir ansehen, was aus der Pauli geworden ist", meint sie. Erstmalig waren auch die seit Jahren aktiven Verantwortlichen für Berufsorientierung mit einem Stand vertreten und beantworteten Fragen. Unterstützt wurden sie von der neuen Berufsberaterin Anja Schuricht (32). „Ab Montag findet die Woche der offenen Unternehmen in Sachsen statt. Diese sollten die Schüler zur Berufswahl nutzen", riet sie. Außerdem präsentierten sich die Fachschaften und die Ganztagsangebote. „Hier stimmt das Angebot mit den Erwartungen der Eltern überein", meinte die Geithainerin Anja Lange.Im Schulhaus herrschte reges Treiben. Grund-, Mittel- und Gemeinschaftsschule stellten sich bunt und vielfältig vor. So präsentierte sich unter anderem in der Turnhalle die Musical-Arbeitsgemeinschaft (AG). Je ein Lied aus zwei neuen Musicals zeigten die Mitglieder der AG unter Leitung von Kristin Kuhnert. Das „Hexenhaus" hat am 1. Juni, 19 Uhr, Premiere. „We (schools) will rock you" läuft am 7. Juli, 19 Uhr, im Bürgerhaus. Eine weitere Vorstellung findet am 8. Juli, 16 Uhr, statt.Auch die Tür der Beratungslehrerin Kristin Merzdorf stand offen. „Einige haben sich über die Förderung der Lese-Rechtschreibeschwäche informiert", erzählt sie. Sie hatte auf den Tisch einige Spiele liegen, mit deren Hilfe sie testen konnte, ob Kinder Wahrnehmungsschwierigkeiten haben.Auch der Schülerrat war vorgestern nicht untätig. Pascal Sietke (10) warb für das Projekt Schulhof. „Wir haben den Trödelmarkt organisiert, um Gelder für eine zweite Bank zu sammeln", erzählt er. Ihm zur Seite stand die Lehrerin Birgit Biringer. „Wir sind auf dem besten Wege, unser Ziel zu erreichen", meint sie. Die Bank würde in den DRK-Werkstätten Geithain angefertigt.Viele Besucher stärkten sich bei der Schülerfirma pauli@work und im Schulclub „Underground". „Die tolle Atmosphäre zum Tag der offenen Tür freut mich, und ich hoffe, dass sich das heute in vielen Anmeldungen der Viertklässler in der Grundschule widerspiegelt", erklärt Geithains Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU).

Cornelia Braun

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