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Familienbetrieb sorgt seit 60 Jahren für gutes Sehen

Familienbetrieb sorgt seit 60 Jahren für gutes Sehen

60 Jahre Clauß Augenoptik in Geithain, dieses Jubiläum begehen Inhaberin Sylvia Linke und ihr Team in dieser Woche. Ihr Vater, Augenoptikermeister Horst Clauß, hatte sein Fachgeschäft am 15. Juli 1954 am Markt in Geithain eröffnet, er war damals 29 Jahre alt.

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Augenoptikermeisterin Sylvia Linke arbeitet mit der neuesten Technik zum Ausmessen der Augen ihrer Kunden.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Seine Frau hielt ihm stets den Rücken frei und kümmerte sich um alles, was anlag.

 

 

Seine Lehrzeit absolvierte Horst Clauß von 1940 bis 1943 in Leipzig. Nach Krieg und Gefangenschaft sammelte er in der schweren Nachkriegszeit in verschiedenen Firmen Erfahrungen als Augenoptikergeselle. Ab 1949 besuchte er die Meisterschule in Jena und plante schon damals die Gründung eines eigenen Geschäftes. Dazu mussten Waren und Maschinen angeschafft werden, jede Mark wurde gespart. Im Frühjahr 1954 erreichte die Leipziger dann die Nachricht vom Obermeister, dass in Geithain ein Augenoptikergeschäft für die Versorgung der Bevölkerung entstehen soll.

Gleich am Eröffnungstag im Juli wurden bei fünf Kunden die Augen geprüft und neue Brillen angepasst. Die Brillengläser wurden damals alle per Hand eingeschliffen. Seit den 60er Jahren überwachte die Handwerkskammer die Planerfüllung, Horst Clauß konnte den Plan jedes Jahr übererfüllen. 1969 wurde Helmut Berger als Augenoptikermeister eingestellt. "Seit 1970 gab es in Geithain mit der Entstehung der Poliklinik eine sehr gute augenärztliche Versorgung durch Dr. Barbara Wunderlich", erklärt Sylvia Linke.

 

 

Doch Brillenfassungen wurden auf Zuteilung nach dem Bevölkerungsschlüssel durch die Leipziger Genossenschaft aufgeteilt und geliefert. Wenige Modelle in verschiedenen Größen beherrschten das Angebot. Für Brillengläser, die grundsätzlich aus Mineralglas hergestellt wurden, waren teilweise über drei Monate Wartezeit einzuplanen. Beides kam aus den Rathenower Optischen Werken, die zum Kombinat Carl-Zeiß-Jena gehörte. Heute werden fast ausschließlich Gläser aus Kunststoff verwendet.

 

 

Bis 1990 wurden drei Lehrlinge ausgebildet, auch Lehrverträge waren staatlich reglementiert. Die Räumlichkeiten im Markt 4 waren seit Jahren sehr beengt, aber erst mit der Wende gab es die Möglichkeit, in neue Räume umzuziehen. So wurde Anfang September 1991 die Filiale in der ehemaligen Anmeldung des Geithainer Ärztehauses eröffnet, heute ist sie spezialisiert auf Brillen und vergrößernde Sehhilfen. Seit 1992 führt Augenoptikermeisterin Sylvia Linke das Unternehmen Clauß Augenoptik weiter. Am 16. September 1992 konnte der Umzug vom Markt in die Chemnitzer Straße 8 in neu umgebaute Räume erfolgen, in denen seither mit modernster Technik gearbeitet wird. Eine weitere Filiale wurde 2009 in der Leipziger Karl-Liebknecht-Straße eröffnet.

 

 

Seit der Wende haben sechs Auszubildende ihre Augenoptikerlehre bei Clauß Augenoptik absolviert. Heute sind insgesamt neun Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, darunter auch Sylvia Linkes Mann Michael und der Sohn Matthias. "Moderne Augenoptik wird groß geschrieben", erklärt die Inhaberin. Das Leistungsangebot reiche von der exakten Sehstärkebestimmung und ausführlicher Sehberatung über fachkundige Produktberatung bis zu "einer breiten Auswahl an schicken, modischen Brillenfassungen und modernsten Brillengläsern" sowie Kontaktlinsen, erläutert die 53-Jährige. "Die Brillengläser werden in der eigenen Werkstatt mit modernen Maschinen bearbeitet und in die ausgewählten Brillenfassungen verschiedener Hersteller eingebaut", erklärt sie. Auch individuell gestaltete Fassungen nach den Wünschen des Trägers entstehen als Einzelanfertigung in der eigenen Werkstatt. "Dabei ergänzen sich stets jahrzehntelange Erfahrung und stetige Weiterbildung aller Mitarbeiter", erklärt Sylvia Linke.

 

 

Dienstagabend gab es zum Jubiläum einen kleinen Empfang in Geithain, am Wochenende ist ein gemeinsamer Betriebsausflug geplant.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.07.2014
Inge Engelhardt

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