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Geithain „Faszination Zinn“: Sonderschau lockt im Geithainer Pulverturm
Region Geithain „Faszination Zinn“: Sonderschau lockt im Geithainer Pulverturm
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18:38 28.03.2018
Mit einer Zinnfiguren-Ausstellung startet der Geithainer Pulverturm am Freitag in eine neue Ära: Das Wahrzeichen an der Nordost-Ecke der historischen Innenstadt wird seit dem Sommer aus seinem Dornröschenschlaf geholt. Quelle: Jens Paul Taubert
Geithain

Mit einer Zinnfiguren-Ausstellung startet der Geithainer Pulverturm am 1. Dezember in eine neue Ära: Das Wahrzeichen an der Nordost-Ecke der historischen Innenstadt wird seit dem Sommer aus seinem Dornröschenschlaf geholt. Mit einem Dutzend jüngerer Frauen und Männer, die ohne Ausbildung und/oder seit Jahren ohne Job sind, kümmert sich der Bildungsträger FAW nicht nur um dessen behutsame bauliche Erhaltung: Künftig soll der Turm regelmäßiger geöffnet sein, sollen vierteljährlich Sonderausstellungen einander ablösen.

„Wir sind gut vorangekommen und freuen uns, den Pulverturm wieder deutlicher ins Bewusstsein der Geithainer rücken zu können“, sagt Ines Westphal, die seitens der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) die durch das Kommunale Jobcenter Landkreis Leipzig geförderte Maßnahme koordiniert: „Wir laden alle ein, das historische Ambiente zu genießen.“

Der Frohburger Sammler Joachim Franke gestaltet den Ausstellungsauftakt; ab 1. Dezember, 14 Uhr, gebe er Einblicke in seine „Faszination Zinn“. Am ersten Advent-Wochenende, parallel zum Geithainer Weihnachtsmarkt, könne man das Baudenkmal samt Kerker besichtigen. Für Kinder gebe es die Möglichkeit, Geschenke zu basteln. Geöffnet ist der Turm vom 1. bis 3. Dezember ab 14 Uhr, Freitag und Sonnabend bis 20 Uhr, Sonntag bis 18 Uhr. Eintritt frei.

Dass sich am Pulverturm etwas tut, ist schon von außen sichtbar: Das Metallgeländer erhielt einen neuen Anstrich. Die Treppe wurde neu verfugt, Wasserschäden verschwanden. Aus alten Gartenmöbeln entstanden Bank, Blumenkübel, Papierkorb. Im Inneren wurden Wände frisch geweißt, der Fußboden des einstigen Kerkers denkmalgerecht in Ordnung gebracht, Vitrinen für die Exponate aufgestellt. „Schon in den vergangenen Monaten konnten wir mehrfach öffnen. Die Resonanz war enorm“, sagt Westphal mit Blick auf das Event-Shopping des Gewerbevereins und auf den Tag des offenen Denkmals. Im Oktober war es ein halbes Hundert Hortkinder aus Bad Lausick, das gemeinsam mit dem Heimatmuseum den historischen Stadtkern samt Turm erkundeten. Etwas für die Wiederbelebung des Baudenkmals zu tun, sei das eine, sagt sie. Mindestens ebenso wichtig sei es, die Teilnehmer dieser Maßnahme zu qualifizieren und ihnen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Das Jobcenter fördert das auf ein Jahr veranschlagte Vorhaben mit 200 000 Euro.

Teepuppen soll die zweite Pulverturm-Schau zeigen, die ab März zu sehen ist. Hierfür sind noch Leihgaben – Teepuppen, Teekannen, Teeservice – erwünscht.

Kontakt: ines.westphal@faw.de, Telefon 034341/40916.

Von Ekkehard Schulreich

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