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Geithain Festumzug krönt Wochenende zum 100-jährigen Wehrjubiläum in Buchheim
Region Geithain Festumzug krönt Wochenende zum 100-jährigen Wehrjubiläum in Buchheim
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19:00 01.05.2017
Quelle: René Beuckert
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Bad Lausick/Buchheim

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Buchheim feierten am Wochenende ausgiebig ihr 100-jähriges Feuerwehrjubiläum. Der Samstag bildete mit einem nachgestellten historischen Löschangriff und einem Festumzug dabei den Höhepunkt.

Noch am Vormittag war der Himmel wolkenverhangen und verhieß nichts Gutes. Doch Stunden später herrschte bestes Kaiserwetter, das ganze Dorf war auf den Beinen und säumte entlang der Straßenzüge den Umzugstross.

Die Kameraden stellten über 20 Schaubilder auf die Beine. „Neben moderner Löschtechnik ist insbesondere historische Feuerwehrtechnik, wie sie einst zum Einsatz kam, zu sehen“, berichtete Wehrleiter Mike Henschel. Ein Jahr nahm die Vorbereitung des Jubiläums in Anspruch. Ein Festkomitee war eigens gegründet worden, um das Wochenende zu einem Höhepunkt werden zu lassen. Neben den Kameraden selbst engagierten sich auch Aviele Helfer aus dem Dorf. „Ohne die Unterstützung der Bewohner wäre ein solches Fest in diesem Umfang kaum zu bewältigen gewesen“, ergänzte der Wehrleiter anerkennend. Zurückblickend stellte Mike Henschel fest: „Die Kameraden bringen sich gern in die Feuerwehrarbeit ein. Das Depot haben sie nach der Wende in vielen freiwilligen Stunden in Eigeninitiative ausgebaut.“

Die Buchheimer Feuerwehr ist neben ihrer eigentlichen Aufgabe auch ein fester Bestandteil des Dorflebens, wenn es um kulturelle Aktionen geht. So bringt das sogenannte Tannebaumfeuer bereits am Jahresanfang die Bewohner zusammen.

Lutz Günther ist über 50 Jahre in der Buchheimer Feuerwehr aktiv, einige Jahre leitete er sie sogar. „Als ich damalseintrat, war die technische Ausrüstung noch ziemlich bescheiden“, erinnerte er sich. Neben der persönlichen Ausrüstung stand den Kameraden ein Anhänger zur Verfügung, auf dem die Löschutensilien verstaut waren. „Im Fall eines Brandes wurde dieser einfach an einen Traktor angehangen. Doch manchmal zogen die Kameraden den Hänger per Muskelkraft bis zum Einsatzort. Heute gehören diese Episoden der Vergangenheit an“, meinte er. Auch wenn das aktuelle Fahrzeug bereits Baujahr 1983 ist, tut es noch zuverlässig seinen Dienst. „Nur der Schulungsraum könnte größer sein“, bemängelt Kamerad Albrecht Köhler. Dazu haben sie bereits ein Projekt auf den Weg gebracht.

Es ist nicht nur die Kameradschaft, die den Buchheimern eigen ist, auch die Jugendfeuerwehr mit ihren 16 Floriansjüngern kann sich sehen lassen. „Der Kinder- und Jugendarbeit kommt ein besonderer Stellenwert zu“, betont Jugendwart Marcel Stengel. Neben der Wissensvermittlung stehen Spiel und Spaß an erster Stelle. „Die jungen Kameraden haben sich sogar in das Festgeschehen mit einem Löschangriff und Schaubildern zum Festumzug eingebracht“, hob Stengel hervor.

Von René Beuckert

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