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Fit durch den Frühlingstag: Nordic Walking rund um Frohburg

Fit durch den Frühlingstag: Nordic Walking rund um Frohburg

Vom elf Monate alten Baby bis zum Vize-Weltmeister unter den 70-Jährigen waren Geher verschiedenster Coleur am Start: Beim Nordic-Walking-Tag, den die LVZ gemeinsam mit Partnern zum dritten Mal im Kohrener Land ausrichtete, gingen am Sonnabend 190 Teilnehmer an den Start.

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Auf geht es: Diese Gruppe nimmt engagiert die Zehn-Kilometer-Runde unter ihre Sohlen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg. Vom Frohburger Stadtbad aus nahmen die Teilnehmer drei Distanzen unter die Sohlen: Die nur fünf Kilometer lange Route führte durch das Gebiet der Eschefelder Teiche bis zum Teichhaus. Wer die zehn oder die 15 Kilometer absolvierte, lernte Nenkersdorf, den Harthsee und die Waldstücke Himmelreich und Eisenberg kennen. "Wenn man älter wird, dann sollte man etwas tun", sagte Werner Thieme. Und meinte natürlich: Bewegung. Erstmals bei dieser Veranstaltung am Start, verfügt der Altenburger über erhebliche Lauf-Erfahrung - und nahm die Tour am Sonnabend als kurzes Training für den Rennsteiglauf Anfang Mai, bei dem er den Halbmarathon laufen will.

"Bei dem schönen Wetter muss man doch raus, damit Knie und Beine nicht einrosten", sagte Ritta Landsmann aus Bad Lausick, die mit einer ehemaligen Kollegin nach Frohburg gekommen war.

Helga Kurrek, Monika Müller und Petra Schulz aus Kitzscher machen sich zweimal in der Woche gemeinsam in die Spur, "früh halb neun, ob es regnet oder schneit", sagte Schulz. Vor Jahren habe man sich bei einem Gesundheitskurs getroffen und halte seither am Laufen fest. Deshalb, ergänzte Müller, nutze man gern auch Angebote wie diesen Nordic-Walking-Tag und die LVZ-Wanderung.

Uta Berger aus Niederpickenhain hatte schon 15 Rad-Kilometer in den Beiden, als sie in Frohburg ankam. "Ich laufe regelmäßig und war auch 2014 dabei", sagte sie. Und nutzte das Angebot der Haas Orthopädieschuhtechnik aus Borna zu einer Fußdruckmessung. "Wir beraten zu geeignetem Schuhwerk und sagen den Leuten, was vielleicht zu einem Problem werden kann und was sich dagegen tun lässt", so Mitarbeiter Konrad Kolkwitz.

"Gesundheit und Sport gehören ja eng zusammen. Wenn man nichts tut, rostet man", meinte Margitta Koch von der Barmer GEK. Und lieferte eine einleuchtende Begründung dafür, warum das Unternehmen diesen Walking-Tag von Beginn an unterstützt und ihn zum Teil seines Bonus-Programms macht. "Die Natur ist in diesem Jahr schon sehr weit", weitete Regina Heinze vom Fremdenverkehrsverband Kohrener Land den Blick auf das gemeinschaftliche Erlebnis, ein Stück Heimat zu erlaufen. Im nächsten Jahr wechsle man deshalb die Region und starte in Bad Lausick.

Ehe die drei Gruppen auf die Piste gingen, waren Unterweisung und Erwärmung angesagt, geleitet durch Daniel Goldmann von der Bad Lausicker Physiotherapie Loth, der auch die 15-Kilometer-Walker übernahm. Wer zehn Kilometer absolvierte, wurde durch die Physiotherapie Creuzburg + Fuchs aus Bad Lausick betreut; bei der kurzen Distanz begab sich Annett Koza, Betriebsleiterin des Bad Lausicker Kur- und Freizeitbades "Riff", an die Spitze.

 

 

Unter ihrer Regie war auch Claudia Weber unterwegs. Die Dolsenhainerin trug Paulina, mit elf Monaten die mit Abstand jüngste Teilnehmerin, auf ihrem Rücken. "Das liebt sie, das ist besser als Kinderwagen", sagte die junge Mutter. Und irrte nicht: Noch ehe die Gruppe das Eschefelder Teichhaus erreichte und eine Pause einlegte bei erfrischenden Getränken - zur Verfügung gestellt durch den Fremdenverkehrsverband -, schlummerte Paulina. "Das ist eine sehr schöne Strecke", lobte Marlies Köhler aus Rositz die Runde durch das Naturschutzgebiet und den Frohburger Schlosspark. Ihr Mann Wolfgang hatte den Walking-Tag 2014 in bester Erinnerung: "Da ging es in Gnandstein erst rauf zur Burg. Eine ideale Strecke."

 

 

Außer Konkurrenz walkte Bernd Mehlhorn, "aus Spaß an der Freude" und weil er seine Frau begleitete. Der Luckaer ist amtierender Vize-Weltmeister der 70-Jährigen im Nordic Walking und ganz andere Parcours und Distanzen gewöhnt. "Ich mache viele Wettkämpfe im Jahr", sagte er. Es sei gut, dass sich dieser Sport einer wachsenden Beliebtheit erfreue. Das konnte LVZ-Regionalverlagsleiterin Erika Schirmer nur unterstreichen. Sie dankte all jenen, die diese Veranstaltung erneut so engagiert unterstützten. Neben den Genannten waren das der Frohburger Schwimmmeister Hermann Heinze und seine Helfer - sowie das Team um Wolfgang Braunert vom "Schützenhaus", das für alle Teilnehmer am Zielpunkt im Bad eine herzhafte Erbsensuppe bereithielt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.04.2015

Ekkehard Schulreich...

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