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Geithain Flutschutz in Geithain: Eula bekommt Überflutungsfläche und tieferes Bett
Region Geithain Flutschutz in Geithain: Eula bekommt Überflutungsfläche und tieferes Bett
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13:25 16.11.2016
Hochwasser in Wickershain am 8. Juni 2013: Die Eula ist über ihre Ufer getreten, die Dorfstraße ist um 18.16 Uhr ein reißender Strom. Quelle: Familie Schnabel
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Geithain

Durch eine teilweise Absenkung des Eula-Bettes will die Landestalsperrenverwaltung dem kleinen Fluss am südlichen Stadtrand von Geithain mehr Raum geben und so künftigen Überflutungen entgegen wirken. Darüber informierte Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) am Dienstagabend den Stadtrat. Er griff damit ein Thema auf, das nicht auf der Tagesordnung stand, das aber Stadtrat André Brendemühl (CDU) nachdrücklich ansprach.

Mehr als drei Jahre seien vergangen seit der Verheerungen, die die Eula im Frühsommer 2013 vor allem an ihrem Oberlauf anrichtete, sagte Brendemühl. Inzwischen sei das Gros der damals durch Gewalt des Wassers verursachten Schäden beseitigt. Das verdiene Anerkennung, doch stelle sich die Frage: „Gibt es auch ein Konzept für den Schutz vor Hochwasser?“

„Ich bin guter Dinge, dass es jetzt vorangeht“, meinte Frank Rudolph. Mit der Landestalsperrenverwaltung gebe es entsprechende Gespräche. Die Behörde werde Teile der Alten Heimat erwerben, Flächen, die der beiderseits der Eula liegende Gartenverein nicht mehr bewirtschaftet und an die Stadt zurück gab. Hier, so Rudolph, werde für den Fluss ein Ausbreitungsgebiet im Hochwasser-Fall entstehen. Vor wenigen Tagen habe die Behörde hier Höhen einmessen lassen. Kontakte gebe es es auch mit der Wasserbehörde des Landratsamtes, um wasserrechtliche Aspekte zu klären. Eine endgültige Lösung des Überflutungsproblems von Grundstücken im Altdorf, die nach Starkregen in Gefahr geraten, habe man allerdings noch nicht.

Dass der Hochwasserschutz dringlich sei, unterstrich Brendemühl mit einer Film-Sequenz, die die Überflutung von Wickershain 2013 zeigte. Dazu gehöre auch, den Lauf von Bewuchs frei zu halten. Die Stadt sei für Gewässer II. Ordnung zuständig, bestätigte Kerstin Jesierski von der Bauverwaltung. Das betreffe die Eula bis zur Wickershainer Norma-Brücke, Kalk-, Salz-, Ossabach und ähnliche Bäche. Die größeren lägen in Verantwortung der Landesbehörde. Die kümmere sich, doch komme mit der Pflege nur schwer nach. „Was wir finanziell leisten können, tun wir auch“, meinte der Bürgermeister. Der Aufwand aber werde steigen, nicht zuletzt durch eine Eingemeindung Narsdorfs.

Angesichts des bedrückenden Flut-Filmes sagte Gabriele Sporbert (CDU), diese potenzielle Gefährdung müsse man verinnerlichen – und handeln. „Die Gewässerpflege dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren“, mahnte sie. Das betreffe aber nicht allein die Stadt und die Landesbehörde, sondern ebenso die Anlieger der Eula, die zum Beispiel im Uferbereich für einen störungsfreien Abfluss des Wassers sorgten müssten.

Von Ekkehard Schulreich

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