Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Frauendorfer Diskothek „blue“ feiert am Sonnabend Jubiläum
Region Geithain Frauendorfer Diskothek „blue“ feiert am Sonnabend Jubiläum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:01 19.11.2015
Hinter der Diskothek „blue“ am einstigen Frauendorfer Bahnhof liegen 90 Jahre Vorgeschichte. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Anzeige
Frohburg/Frauendorf

Mareike Seifert betreibt das Haus – seit der Wende Diskothek „Blue Light“, jetzt „blue“ – nahe des (einstigen) Frauendorfer Bahnhofs – gemeinsam mit ihrem Bruder Marco und unterstützt durch Vater Jürgen und Mutter Sabine, die die Bar betreut.

Begründet hat diese Familientradition Max Steitmann, der das beliebte Ausflugslokal 1925 erwarb. Geschwoft wurde damals schon, im Freien unter Bäumen und im Saal. Letzterer wurde in den Kriegsjahren als Gefangenenlager beschlagnahmt; erst zu Ostern 1949 konnte das Gasthaus als Vergnügungsort wieder öffnen. Steitmanns Tochter Waltraut Seifert „ist vielen Älteren noch ein Begriff“, sagt Mareike Seifert über ihre Oma.

Kapellen wie die von Gerhard Stein (Geithain) und Willy Heinze (Frohburg) spielten hier, überregional bekannte Bands wurden gebucht. In den Siebziger- und Achtzigerjahren gab es eine Melange aus Livemusik und Tanzparty mit Diskjockey. Dass die Gäste mit dem Zug, der nur wenige Schritte entfernt hielt, an- und abreisen konnten, erwies sich als glückliche Fügung.

„Nachdem wir zu Ostern 1989 fünf Tage hintereinander zum Tanz eingeladen hatten, begann das große Bauen“, erinnert sich Seifert. Das Gebäude wurde mit 150 Tonnen Kies und jeder Menge Beton stabilisiert. Nach der Wiedereröffnung im November 1990 – die Zeiten hatten sich erheblich gewandelt – startete das Haus „als erste Diskothek im Leipziger Land mit West-Standard“. Die neue Zeit brachte eine neue Vergnügungskultur mit Misswahlen, Hypnose- und Strip-Shows. Vor drei Jahren wurde erneut umgebaut, in Licht-, Ton- und Klimatechnik investiert.

Die bewegte Geschichte des Hauses soll mitschwingen, wenn am Sonnabend unter anderem Mark Oh als Special Guest an den Turntables steht. Los geht die Party 22 Uhr.

Von Ekkehard Schulreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Große Kinderaugen und Spielzeug en miniature: Filigrane erzgebirgische Handwerkskunst für Heranwachsende früherer Generationen zeigt jetzt eine Sonderschau des Geithainer Heimatmuseums. Passend zur Vorweihnachtszeit gewährt der Burgstädter Albrecht Krenkel Einblicke in seine umfangreiche Sammlung.

Schätze müssen nicht immer gehoben werden, manchmal befinden sie sich schon oben, unter dem Dach: Unter dem des Töpfermuseums in Kohren-Sahlis wartet eine aus 180 Teilen bestehende Sammlung von Alt-Kohrener Keramik auf ihre systematische Aufarbeitung.

In der Kindereinrichtung Wurzelbude in Rathendorf warteten die Mädchen und Jungen am Sonntag voller Spannung auf ihren Auftritt, den sie anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Einrichtung in der Kirche feiern wollten. Am Sonntag, mit dem Verklingen des letzten Glockenschlages nach 14 Uhr, war es dann so weit.

16.11.2015
Anzeige