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Freie Grundschule ab dem Sommer in Geithain geplant

Saxony International School Freie Grundschule ab dem Sommer in Geithain geplant

Eine freie Grundschule, die von Beginn an besonderes Augenmerk auf Fremdsprachen legt: Ab dem Sommer soll es so etwas in Geithain geben. Die Saxony International School, die in der Stadt zwei Gymnasien betreibt, will ihre Pläne am 23. Januar beim Tag der offenen Tür vorstellen.

Morgenrunde in der Geithainer Kindereinrichtung „Little Stars“: Janek aus der ABC-Gruppe zählt locker auf Englisch: one, two, three, four, five,...

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Grundschule-Unterricht auf Englisch, ab Klasse 4 Spanisch als zweite Fremdsprache: Die Saxony International School, die in Geithain ein Internationales Gymnasium und ein Wirtschaftsgymnasium betreibt, will ab dem Sommer eine nicht staatliche Grundschule mit einem besonderen Profil etablieren. Das Unternehmen, das bereits drei solcher Grundschulen in Sachsen unterhält, beabsichtigt damit eine Lücke zu schließen zwischen der fremdsprachlichen Bildung und Erziehung im Kindergarten und der gymnasialen Stufe.

„Wir möchten, dass die Mädchen und Jungen, die im Kindergarten bereits mit der englischen Sprache vertraut gemacht wurden, dieses Wissen beim Wechsel in die Grundschule nutzen und ausbauen können“, benennt Rüdiger School, Geschäftsführer der Saxony International School Carl Hahn gGmbH, die Intention. In der Geithainer Kindertagesstätte „Little Stars“ gebe es diese besondere sprachliche Orientierung. Die Einrichtung in Trägerschaft der Integrationswerk Westsachsen gGmbH und das Schulunternehmen sind via Partnerschaft miteinander verbunden. Mit dem Beginn des nächsten Schuljahres die Geithain International Primary School zu eröffnen und Jahr für Jahr auszubauen, sei da ein logischer Schritt, so School. Dabei greife man auf die überaus positiven Erfahrungen zurück, die man in Geithain mit der Entwicklung der beiden Gymnasien habe sammeln können.

An diesen Gymnasien lernen aktuell in Summe 241 Schüler. Das Internationale Wirtschaftsgymnasium hat inzwischen viermal junge Leute in Klasse 13 zum Abitur geführt. Das Internationale Gymnasium ist bis Klassenstufe zehn aufgewachsen. Raum für eine Grundschule gebe es im Haus des einstigen staatlichen Conrad-Felixmüller-Gymnasiums ausreichend, sagt Rüdiger School: „Das hat zudem den Charme, dass die Größeren die Partnerschaft mit den Kleineren pflegen können.“ Er rechnet mit einer vielleicht zehnköpfigen 1. Klasse zum Start, danach mit kontinierlichem Zulauf und Zweizügigkeit. Dabei gehe es mitnichten darum, den Grundschulen in Geithain und Narsdorf, Frankenhain und Kohren-Sahlis die Schüler abzuwerben, betont er: „Wir wollen keine andere Schule kaputtspielen.“ Vielmehr setze man auch auf Interessenten aus dem weiteren Umfeld der Stadt so wie das etwa in Glauchau und Stollberg Praxis sei.

Wie hoch das Schulgeld sein wird, sagt Rüdiger School nicht. „Wir sind noch am Überlegen. Unser Wunsch ist es, am 23. Januar beim Tag der offenen Tür unserer Geithainer Gymnasien über dieses Projekt zu informieren.“ Neben der Mehrsprachigkeit der gesamten schulischen Laufbahn gehe es vor allem um Wirtschaftsorientiertheit und Naturwissenschaften. „Wir müssen mehr tun, um in der globalisierten Welt von morgen bestehen zu können“, so School. Ein Beleg für den Erfolg dieses Grundschulkonzeptes: „87 Prozent wechselten im vergangenen Jahr auf ein Gymnasium.“

Die neue, auf Internationalität orientierte Grundschule könne die Geithainer Schullandschaft durchaus bereichern, sagt der Geithainer Bürgermeister Frank Rudolph (UWG). Erklärtes Ziel des Trägers sei es ja, vor allem auch Eltern und Schüler zu erreichen, die anderenfalls Geithain kaum als Schulort in Erwägung ziehen würden. Wichtig sei aber, dass die vorhandenen Grundschulen nicht gefährdet würden, so Rudolph, der damit nicht nur die Geithainer, sondern auch die Narsdorfer meint.

„Es ist ein gutes Recht, Schulen in freier Trägerschaft zu gründen. Wir sehen diesen Prozess sehr entspannt. Und wenn es dadurch noch positive Impulse für eine Bereicherung der Bildungslandschaft gibt, dann ist es doch okay“, sagt Roman Schulz, Sprecher der Sächsischen Bildungsagentur in Leipzig. Den beiden staatlichen Grundschulen in Narsdorf und Geithain – derzeit mit 70 und 146 Schülern – bescheinigt die Behörde „eine sehr gute Arbeit“. Bezüglich der künftigen Schülerzahlen, so Schulz, „dürfte es in der Region nicht problematisch werden“.

Das Internationale Wirtschaftsgymnasium (IWG) und das Internationale Gymnasium Geithain (IGG) laden am Sonnabend, 23. Januar, in der Zeit von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr alle interessierten Eltern und Schüler zum Tag der offenen Tür in die Friedrich-Fröbel-Straße 1 und den benachbarten „Treff“ ein. 10 Uhr informieren der Bildungsträger und die Schulleitung im „Treff“ über das Konzept des IWG. 11 Uhr gibt es diese Informationen für das IGG. Voranmeldungen für beide Gymnasien sind an diesem Tag möglich. Wer sich für die geplante Grundschule interessiert, kann sich beim Tag der offenen Tür ebenfalls informieren. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgt die Schülerfirma „Learn TryUse“.

Von Ekkehard Schulreich

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