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Freispruch in Etzoldshain: Junge Absolventen starten ihre grüne Berufswelt

Nach der Berufsausbildung Freispruch in Etzoldshain: Junge Absolventen starten ihre grüne Berufswelt

Grüne Berufe sind gefragt – von der Wirtschaft. Doch auch nicht wenige junge Frauen und Männer können einer Tätigkeit als Landwirt, Agroservice-Experte oder Hauswirtschafterin etwas abgewinnen. In feierlichem Rahmen erfolgte in Etzoldshain die Freisprechung der Absolventen des jüngsten Jahrgangs.

Die Absolventen grüner Berufe im Landkreis Leipzig erhalten bei der Freisprechung im „Kastanienhof“ Etzoldshain ihre Abschlusszeugnisse und Berufsurkunden.

Quelle: Landratsamt/Konstanze Morgenroth

Bad Lausick/Etzoldshain. In einer einstigen Scheune, die dem Etzoldshainer „Kastanienhof“ längst für Veranstaltungen dient, erhielten die Absolventen grüner Berufe im Landkreis Leipzig jetzt ihre Abschlusszeugnisse und Berufsurkunden. Der Ort war für diese Freisprechung, die einer alten Tradition des Handwerks folgt, also treffend gewählt. Zugegen waren unter anderem Eltern, Ausbilder und Vertreter des Berufsschulzentrums Wurzen. Zwei Dutzend junger Frauen und Männer hatten erfolgreich ihre Ausbildung absolviert. Egal ob Land- oder Tierwirt, Agrarservice-Fachkraft oder Hauswirtschafterin: Fast alle, die am Mittwochnachmittag den Schritt in ihr Berufsleben gingen, haben bereits Arbeitsverträge in der Tasche.

Absolventen in Betriebe übernommen

Erik Anderson etwa. Der 22-Jährige aus Großgörschen wurde in der Genossenschaft Agrarprodukte Kitzen zum Landwirtschaftswerker qualifiziert: „Ich bin froh, dass ich die Prüfungen geschafft habe und dass ich übernommen werde.“ Philipp Koppatz, der in der Nerchau-Mutzschener Agrar und Service GmbH zum Landwirt ausgebildet wurde, erhält auch so eine Chance. „Meinen Arbeitsvertrag habe ich heute unterschrieben, ein gutes Gefühl“, so der 19-Jährige aus Nerchau.

„Jetzt kommt die Zeit, wo sie hohe Verantwortung übernehmen“, sagte Vorsitzender Jürgen Wick vom Regionalbauernverband Muldental. Kerstin Lässig, als Abteilungsleiterin im Landesamt für Landwirtschaft und Geologie sachsenweit für die Ausbildung zuständig, sprach von 400 Nachwuchskräften, die hiesige Betriebe jedes Jahr benötigen. „Ein Beruf in der Landwirtschaft ist der ursprünglichste der Menschheit“, sagte sie. Er sei, gestützt auf eine Emnid-Umfrage, nach Arzt und Lehrer jener, der landläufig als drittwichtigster angesehen wird.

Die Besten des Jahrgangs

Gerald Lehne, Erster Beigeordneter des Landkreises, gratulierte den Absolventen im Namen von Landrat Henry Graichen (beide CDU). Fürs neue Ausbildungsjahr seien schon zahlreiche Lehrverträge unterschrieben, und weitere würden folgen. Er hob die erfolgreichsten grünen Lehrlinge des Jahrgangs hervor: Eric Wilke (Fachkraft Agroservice, Saat-Gut Plaußig Voges KG), Zsuzsa Sarközi (Hauswirtschafterin, Stiftung Bildung und Handwerk Südost Leipzig), Moritz Krobitzsch (Landwirt, Agrar GmbH Störmthal-Seifertshain), Melanie Fischer (Tierwirtin Rinderproduktion, Osterland Agrar GmbH Frohburg) sowie Johann Ratai (Fachkraft Agroservice, Prießnitzer Agrar GmbH). Letzterer musste dem Festakt allerdings fernbleiben: Die Ernte forderte ihn.

„Auszubilden ist überlebenswichtig. Nur so können wir sicherstellen, dass wir junge qualifizierte und motivierte Mitarbeiter bekommen“, sagte Siegfried Runkwitz, Geschäftsführer der Osterland Agrar GmbH Frohburg. Drei Lehrlinge des Unternehmens wurden freigesprochen, und alle drei haben jetzt eine klare berufliche Perspektive. An den offiziellen Teil, den Solisten der Musikschule Muldental rahmten, schloss sich eine gesellige Runde an, was die Kreisbauernverbände Borna/Geithain/Leipzig und Muldental als Dankeschön an die jungen Facharbeiter verstanden wissen wollten.

Von Ekkehard Schulreich

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